Ausstellungsprojekt

Fotokünstler sollen Platz mitten im Stadtzentrum beleben

Im November 2017 war der Windfang an der Alten Wache erstmals Ausstellungsfläche. Im Herbst 2019 sollen hier wieder Fotos hängen.

Im November 2017 war der Windfang an der Alten Wache erstmals Ausstellungsfläche. Im Herbst 2019 sollen hier wieder Fotos hängen.

Foto: Elke Richel / BGZ

Lauenburg. Bis zum 20. Juli können Lauenburger noch Beiträge für die geplante Fotoausstellung „Verbindung(s)Wege der Kunst“ einsenden.

Lauenburg.  Passanten überqueren eilig den Platz an der Alten Wache vor der Kreissparkasse. Niemand verweilt hier lange, kaum jemand nimmt den gläsernen Windfang wahr. Auch der Pavillon scheint dort irgendwie deplatziert.

Kunst zwischen Provokation und Müll

Doch scheinbar hat dieser Platz für Künstler einen besonderen Reiz. Im Mai 2017 provozierte der Berliner Künstler Clemens Behr, indem er den Pavillon mit schwarzer und weißer Folie bespannte – Kunst für die einen, zusammengeschusterter Müll für die anderen.

Ein halbes Jahr später bildete der gläserne Windfang eine Ausstellungsfläche für großformatige Fotos aus ungewohnten Blickwinkeln auf die alte Schifferstadt. Unter dem Motto „Ästhetische Ortserkundung“ hatte das Lauenburger Künstlerhaus zu drei Workshops eingeladen.

Lauenburg in neuem Licht

Unter Anleitung des Fotokünstlers Benjamin Stumpf probierten die Teilnehmer besondere Perspektiven aus und setzen die Stadt in ein neues Licht.

Vom 6. Oktober an soll hier eine neue Fotoausstellung die Blicke der Passanten auf sich ziehen. Unter dem Motto „Verbindung(s)Wege der Kunst“ laden der Lauenburgische Kunstverein und das Künstlerhaus zur Beteiligung an der Ausstellung ein.

Neue Ausstellung im Herbst

Der Titel lässt viele Interpretationsmöglichkeiten zu. Formale Vorschriften gibt es aber doch: Die wetterfesten Drucke sollten das Format A0 haben (84,1 x 118,9 Zentimeter). Wer sich mit einer Arbeit beteiligen möchte, kann sie bis zum 20. Juli mit einer Erläuterung als Datei an diese E-Mailadresse senden: landgraf@kuenstlerhaus-lauenburg.de.

Druck- und Materialkosten können erstattet werden. Über die Teilnahme an der Ausstellung entscheidet ein Kuratorium.

Prof. Christian Kattenstroth leitet Projekt

Leiter des Projektes ist der Hamburger Prof. Dr. Christian Kattenstroth. Der 81-Jährige stammt aus Norddeutschland und hatte viele Jahre einen Lehrstuhl für ästhetische Erziehung in Baden-Württemberg inne. Seit vier Jahren ist er zurück im Norden und beschäftigt sich mit unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen. „Hier im Norden kann ich frei atmen und neue Ideen entwickeln: Wasser, flaches Land, hohe Wälder, großer Himmel, Atem und Bewegung sind die Inspirationsquellen meiner Arbeit“, schreibt er auf seiner Webseite.