Wohngebiet

Jetzt fressen sich Bagger im Birnbaumskamp den Weg frei

Die Erschließung des Wohngebietes Birnbaumskamp hat begonnen.

Die Erschließung des Wohngebietes Birnbaumskamp hat begonnen.

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Lauenburg. Im Wohngebiet Birnbaumskamp sollen insgesamt 140 Grundstück entstehen. Für den ersten Bauabschnitt hat die Erschließung begonnen.

Lauenburg.  Vor drei Monaten trieb das Lauenburger Baugebiet Birnbaumskamp Geschäftsführer Udo R. Helling noch ein paar Sorgenfalten auf die Stirn. Seine Firma Werretal aus Herfurt bietet etwa 140 Grundstücke auf der 14 Hektar großen ehemaligen Ackerfläche am westlichen Stadtrand an. Über mangelndes Interesse konnte sich der Unternehmer auch zu diesem Zeitpunkt nicht beklagen, aber lange sah es so aus, als würde der Beginn der Erschließung des Areals noch einige Zeit in den Sternen stehen.

„Auf die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten haben sich nur wenige Unternehmen beworben. Die Auftragsbücher der Firmen sind voll. Und selbst wer Interesse an dem Auftrag hat, kann oft nicht genau sagen, wann die Arbeiten beginnen“, sagte Helling Mitte Mai gegenüber unserer Zeitung.

24 Grundstücke bereits verkauft

Mittlerweile ist diese Sorge vom Tisch. Die ersten Bagger fressen sich ins Erdreich auf der südlich gelegenen Fläche, auf der etwa 70 Grundstücke entstehen sollen. Obwohl die offensive Vermarktung vor Ort noch gar nicht richtig begonnen hat, sind auf dieser Fläche bereits 24 Grundstücke verkauft, weitere 26 haben einen Reservierungsvermerk.

„Derzeit werden die Trassen für die Kanäle vorbereitet, dann erfolgt der Unterbau für Baustraße und Abbiegespur zur B 5. Anschließend wird der Schallschutzwall errichtet“, erklärt Helling, ist aber vorsichtig, was den weiteren Zeitplan betrifft. „Die Erschließungsarbeiten sind sehr aufwendig. Daher wird die Errichtung der Häuser erst im nächsten Jahr beginnen“, sagt er. Die künftigen Bauherren würden regelmäßig über den Arbeitsstand informiert.

Bauherren haben viel Freiraum

Wer im hier bauen möchte, ist im Rahmen des Bebauungsplanes in der Gestaltung frei. Dieser sieht die Erschließung von bauträger- und architektenfreien Grundstücken vor. Zulässig sind Einfamilien- und Doppelhäuser in ein- oder zweigeschossiger Bauweise. Das Gebiet selbst wird von breiten Grünstreifen durchzogen. Die Versorgungsbetriebe errichten am Rand der Fläche eine Photovoltaikanlage, die sowohl Strom für die Häuser produziert, als auch das allgemeine Netz der Stadt speist. Für schnelles Internet soll die Erschließung des Neubaugebietes durch Glasfasertechnik sorgen. Weitere Informationen zum Baugebiet am westlichen Stadtrand gibt es im Internet auf der Webseite www.werretal.de.