Wohnprojekt

Es geht: Gut wohnen, auch mit kleiner Rente

So sollen die Gebäude an der Hamburger Straße aussehen. Die Firma Semmelhaack errichtet hier insgesamt 84 barrierearme  Wohnungen, davon 25 mit öffentlichen Mitteln geförderte.

So sollen die Gebäude an der Hamburger Straße aussehen. Die Firma Semmelhaack errichtet hier insgesamt 84 barrierearme Wohnungen, davon 25 mit öffentlichen Mitteln geförderte.

Foto: Visualisierung: Semmelhaack / BGZ

Lauenburg. 84 Wohnungen baut das Unternehmen Semmelhaack an der Hamburger Straße, davon 25 mit Mietpreisbindung.

Lauenburg. Die alte Citypassage ist abgerissen, das Bauschild nicht zu übersehen – wenn alles läuft wie geplant, werden im Herbst nächsten Jahres die ersten Mieter in die neue Wohnanlage an der Hamburger Straße einziehen. Die Firma Semmelhaack aus Elmshorn errichtet hier insgesamt 84 Wohnungen, davon werden 25 mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Baugenehmigung im nächsten Monat erwartet

„Wir warten nur noch auf die Baugenehmigung“, sagt Prokuristin Ute Roquette. Ein Umstand, mit dem sich derzeit viele Bauträger herumschlagen müssen, sind die vollen Auftragsbücher der verschiedenen Gewerke. Ein Grund, weshalb sich im Moment viele Vorhaben verzögern.

Für die geplante Wohnanlage im Lauenburger Stadtzentrum sieht die Prokuristin diesbezüglich kein Problem: Als Generalauftragnehmer für das Projekt hat Semmelhaack die Ingenieurbau Altmark GmbH (IBA) aus Stendal gebunden. „Mit IBA arbeiten wir seit Jahren zusammen und haben verschiedene Projekte zuverlässig realisiert. Wir stehen in den Startlöchern“, versichert Ute Roquette. Sie geht davon aus, dass die Baugenehmigung im nächsten Monat vorliegt. Die Erdarbeiten würden dann innerhalb von vier Wochen erfolgen, Mitte des Jahres könnten die Hochbauarbeiten starten. Wenn alles läuft wie geplant, können die künftigen Bewohner im nächsten Jahr Weihnachten in ihrem neuen Zuhause feiern. Die barrierearmen Wohnungen sollen hauptsächlich an Senioren vergeben werden. „Durch unsere bewährte Zusammenarbeit mit dem Betreiber des Askanierhauses können wird auch ein Paket von individuellen Betreuungsangeboten schnüren“, stellt die Prokuristin in Aussicht.

Mietpreis ab 5,60 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche

Die Wohneinheiten, die mit öffentlichen Mitteln gefördert werden, unterliegen einer Mietpreisbindung. Ohne Nebenkosten kostet der Quadratmeter Wohnfläche 5,60 Euro Miete monatlich. Für eine 50 Quadratmeter große Wohnung würden dann monatlich 280 Euro zuzüglich Nebenkosten fällig. Die größeren Wohnungen haben eine Wohnfläche von 75 Quadratmetern. Hier müssten die künftigen Bewohner 420 Euro plus Nebenkosten einplanen. Voraussetzung für den Bezug dieser Wohnungen ist ein Wohnberechtigungsschein, der an Einkommensgrenzen gebunden ist. Die restlichen Wohnungen werden frei finanziert, für diese werden etwa neun Euro pro Quadratmeter ohne Nebenkosten fällig. „Alle Wohnungen haben gleiche Ausstattung, egal ob gefördert oder frei finanziert“, so die Prokuristin. Zur Wohnanlage wird auch eine Tiefgarage gehören, nutzbar für alle Mieter.: „Die Parksituation ist in diesem Bereich sehr schlecht, sodass wir uns dazu entschlossen haben, auch wenn die Tiefgarage das Bauvorhaben natürlich teurer macht“, sagt sie.

Sozialer Wohnungsbau ist für die Firma Semmelhaack kein Neuland: „Unser Fokus liegt darauf, allen Bevölkerungsgruppen hochwertigen, bezahlbaren Wohnraum nach durchdachten Konzepten anzubieten“, heißt es auf der Webseite des Unternehmens.

Auch wenn bisher die Baumaschinen noch nicht einmal angerückt sind, können sie Interessierte für eine der Wohnungen bereits vormerken lassen. Die Vermietungsabteilung der Firma Semmelhaack ist unter der Telefonnummer (0 41 21) 48 74 74 50 zu erreichen.