Kunstaktion

Geträumte Stadt in Bildern, Filmen und Collagen

Paula (5), Maila (8), Marie (6) und Leon (8) machen mit beim Wettbewerb "Lauenburg bin ich". 

Paula (5), Maila (8), Marie (6) und Leon (8) machen mit beim Wettbewerb "Lauenburg bin ich". 

Foto: Künstlerhaus / BGZ / Elke Richel

Lauenburg. Im Rahmen des Offenen Ateliers Kinder zum Wettbewerb „Wie wünschst du dir deine Stadt von morgen?“ ein.

Lauenburg.  Wie wäre es, wenn Stadtplaner mal nicht über Finanzen, Baugesetze und Ausschreibungen nachdenken müssten? Wenn Kinder ihre Vorstellungen von einer für sie lebenswerten Umgebung verwirklichen dürften? Oder wenn Erwachsene einfach mal träumten? Wie würde Lauenburg dann aussehen? Das Künstlerhaus lädt jetzt dazu ein, der Fantasie freien Lauf zu lassen. Der Wettbewerb „Wie wünschst du dir deine Stadt von morgen?“ ist Bestandteil des offenen Ateliers zum Thema „Stadttransformation – Stadt im Wandel“.

Bereits Ende vergangenen Jahres haben sich in diesem Rahmen Schülerinnen und Schüler der Albinus-Gemeinschaftsschule mit künstlerischen Mitteln der Stadt Lauenburg angenähert. Drei Tage lang hatten die Elftklässler unter Anleitung eines Kunstvermittlers in der Stadt Motive gesucht, fotografiert und die Bilder zum Teil bearbeitet. Dazu sind sie in alte Gebäude gekraxelt, haben große Räume fotografiert und ihren Blick für das Detail geschärft.

Dabei herausgekommen sind Bilder von Lauenburg aus ungewöhnlichen Blickwinkeln. So wirkte beispielsweise das große Hochhaus aus der Perspektive der sanierten Altstadthäuser wie ein Fremdkörper. Aber es gab auch die kleinen, versteckten Schönheiten, die man erst auf den zweiten Blick erkennt. Erklärtes Ziel des Projektes: eine Annäherung an die eigene Stadt und ihre Veränderungen.


Eigene Visionen von Lauenburg entwickeln


Mit dem aktuellen Wettbewerb wird nicht nur der Teilnehmerkreis erweitert, sondern auch der Spielraum. Schließlich geht es nicht darum, die Gegenwart zu spiegeln, sondern eigene Visionen von Lauenburg zu entwickeln: Ob mit dem Charme einer Kleinstadt, als Shopping-Meile oder familienfreundliche Wohnstadt, rekultiviertes Naturparadies oder als coole Stadt für junge Leute. „Die künstlerischen Mittel können frei gewählt werden. Möglich sind Fotografien, Collagen, Zeichnungen, Malereien, Videos oder Skulpturen“, sagt die künstlerische Projektleiterin Christiane Opitz.

Mitmachen dürfen Kindergartenkinder, Schulklassen, Jugendgruppen oder Einzelpersonen jeden Alters. Einsendeschluss ist der 15. Juni. Eine Jury wählt die kreativsten Wettbewerbsbeiträge aus. Zu gewinnen sind eine öffentliche Ausstellung, die Teilnahme an einem künstlerischen Workshop oder eine einjährige Mitgliedschaft im Künstlerhaus.