Stadtentwicklung

Hotel am Fürstengarten verliert Investor

Thorsten Schütte (links) und Gert Prantner bei einer Info-Veranstaltung zum Hotelprojekt im April 2017.

Thorsten Schütte (links) und Gert Prantner bei einer Info-Veranstaltung zum Hotelprojekt im April 2017.

Foto: Richel / BGZ

Lauenburg. Eigentlich sollte längst Baubeginn für das Hotel am Fürstengarten sein. Jetzt steht fest: Investor Premero ist nicht mehr dabei.

Lauenburg.  Eigentlich wollte der Hotelier und künftige Betreiber Gert Prantner in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag im Hotel am Fürstengarten feiern. Daraus wird nichts, denn die Bauarbeiten haben bekanntlich noch nicht einmal begonnen. Jetzt steht fest: Das Hamburger Unternehmen Premero ist als Investor nicht mehr an Bord.

Bereits 2012 hatte Prantner den Bau eines modernen Hotels mit 120 Zimmern samt öffentlichem Gesundheitszentrum sowie modernen Veranstaltungs- und Tagungsräumen angekündigt und das Jahr 2014 für die Eröffnung angepeilt. 2013 wurde der anvisierte Eröffnungstermin auf 2016 verschoben. Dann sprang der chinesische Investor Chen ab. Zuletzt war von 2019 die Rede.

Bebauungsplan rechtskräftig

Im September vergangenen Jahres schien dann die letzte Hürde für das Hotel am Fürstengarten genommen: Die Politik fasste den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan. Eigentlich grünes Licht für Premero. „Wenn der Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes Fürstengarten rechtskräftig ist, werden wir die Bauantragsunterlagen einreichen“, hatte Geschäftsführer Thorsten Schütte kurz zuvor versichert.

Weiter Vertrauen zu Premero

In der Vergangenheit haben Prantner und Premero einige gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht, nicht alle mit Erfolg: Im November vergangenen Jahres war der Traum von einem Luxushotel in der Pinneberger Parkstadt geplatzt. Ein Hotelneubau in Ratzeburg ist dagegen noch auf der Agenda. „Das sind zuverlässige Leute bei Premero. Davon bin ich fest überzeugt“. sagte Prantner gestern.

Neue Investor in den Startlöchern

Dennoch sei er sich bewusst, dass das Vertrauen der Lauenburger in das Hotelprojekt schwindet. „Ich kann es mir gar nicht leisten, nicht zu meinem Wort zu stehen. Wenn ich etwas zusichere, dann halte ich das auch“, versichert er.

Deshalb soll es auch zu keinen weiteren Verzögerungen kommen. „Es gibt einen neuen Investor, der in den Startlöchern steht“, sagt er, hält sich aber bedeckt darüber, um wen es sich handelt. In Kürze würde dieser sich selbst erst der Politik und Verwaltung und dann der Öffentlichkeit vorstellen. Die Planung von Premero müsse in Teilen nochmals überarbeitet werden. Prantner lässt keinen Zweifel daran, dass er an dem Hotelprojekt am Fürstengarten festhalten will. „Ich gehe von einem Baubeginn im Herbst dieses Jahres aus. Dann konnte ich zwar nicht meinen 80. Geburtstag darin feiern, aber vielleicht schon den nächsten“, hofft er.