Lauenburg.

Fünf Frauen erobern Lauenburgs Künstlerhaus Stipendiaten

Stipendien sind vergeben – Einzug im Mai dieses Jahres

Lauenburg.  Es war wie immer spannend: Wer werden die neuen Stipendiaten im Künstlerhaus sein? Über insgesamt 166 Bewerbungen musste die Jury diesmal entscheiden.

Seit 1986 gehört das Lauenburger Künstlerhaus nicht nur zu den wichtigsten Kulturstätten des Landes, sondern hat auch bei Künstlern nicht nur in Deutschland einen guten Ruf. Wer hier einzieht, hat nicht nur die Chance, sich ganz auf seine kreative Tätigkeit zu konzentrieren, sondern kann dies auch in relativer finanzieller Sicherheit tun. Neben ihrem kostenlosen Aufenthalt im Künstlerhaus erhalten die Stipendiaten einen finanziellen Zuschuss, gestaffelt nach ihrer Aufenthaltsdauer. Die Finanzierung erfolgt durch das Land Schleswig-Holstein.

Es wird die 33. Generation von Stipendiaten sein, die im Mai in das Künstlerhaus einzieht. Im August vergangenen Jahres begann die Ausschreibungsfrist. Die drei Bewerber für Bildende Kunst sollten laut der Ausschreibungsunterlagen ihren Fokus auf neue Medien und Film setzen Ein weiteres Stipendium wurde an einen Bewerber oder eine Bewerberin für Literatur vergeben. Auch in dieser Sparte wollte sich die Jury von einer eher ungewöhnlichen Beschäftigung mit Text und Sprache beeindrucken lassen. Im Bereich Komposition hatten in den vergangenen Jahren Bewerber eine Chance, die für das Ohr ungewohnte Klangwelten erschufen. So darf man auch in diesem Jahr auf die musikalische Uraufführung gespannt sein.

Wie in jedem Jahr machte sich die Jury die Entscheidung nicht leicht, auch wenn die meisten Mitglieder inzwischen einige Erfahrungen gesammelt haben: Welche Künstler können in Lauenburg bleibende Spuren hinterlassen und auch über die Stadtgrenzen hinweg mit ihren Arbeiten Aufsehen erregen?

Traditionell präsentieren sich die Stipendiaten nach ihrem Einzug mit ihren Werken. Bei ihrem Auszug nach sechs Monaten ist meist eine deutliche künstlerische Entwicklung sichtbar, die in einer gemeinsamen Ausstellung ihren Höhepunkt findet.

Sophia Mainka (geb.1990) lebt und arbeitet in München. Sie möchte in Lauenburg das Projekt „Offenes Atelier“ weiter entwickeln.

Fumiko Kikuchi (geb. 1976) lebt und arbeitet in Braunschweig. Sie überzeugte die Jury mit ihrem künstlerischen Einsatz filmischer Mittel

Lucia Sotnikova (geb. 1986). Ihr künstlerisches Mittel sind fotografische Installationen.

Nina Bußmann (geb. 1980) lebt in Frankfurt am Main. Sie arbeitet in Lauenburg an ihrem Romanprojekt.

Farizia Fallah (geb. 1980) lebt und arbeitet in Köln. „In ihren Kompositionen vermag sie es, der Musik auf besondere Art, Zeit und Struktur zu verleihen“, heißt es in der Jurybegründung..