Blühflächen

Im Sommer noch mehr Wildblumen in Lauenburg

Wildblumenflächen  müssten im vergangenen Sommer bewässert werden.

Wildblumenflächen müssten im vergangenen Sommer bewässert werden.

Foto: Karin Lohmeier / BGZ/Karin Lohmeier

Lauenburg. 2018 startete die Stadt eine Testphase mit fünf Wildblumenflächen in Lauenburg. Grüne wollen weitere Flächen ausweisen.

Derzeit braucht es schon ziemlich viel Fantasie, sich blühende Wildblumenbeete vorzustellen, doch auch dieser Winter geht vorbei. Dann sollen am Straßenrand und auf ausgewählten Flächen der Stadt wieder eine Vielzahl von Insekten summen und brummen.

Straßenbegleitgrün heißt es auf Amtsdeutsch, aber eigentlich erinnern die bunten Wildblumen in vielen Städten eher an eine Sommeridylle. Das wünschten sich Lauenburgs Grüne bereits im März 2017: Entlang der Straßen, Fahrradwege, in Parks und auf anderen Flächen soll die monotone und pflegeintensive Bepflanzung einer blühenden Landschaft weichen.

Wie berichtet, hatte der Bauhof im April vergangenen Jahres an fünf Standorten Wildblumen ausgesät. Eigentlich sollten die Flächen sich selbst überlassen werden. Doch wegen der anhaltenden Trockenheit mussten Wassersprenger aufgestellt werden.

Akzeptanz bei den Bürgern

Die Saat ging auf – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Während sich in anderen Städten wegen der „ungepflegten Unkrautbeete“ sogar Bürgerinitiativen gründeten, stießen die Wildblumenflächen in Lauenburg größtenteils auf Akzeptanz.

Für Lauenburgs Grüne sind die Erfahrungen der Testphase Grund genug, jetzt einen Schritt weiter zu gehen. Zur nächsten Sitzung des Umwelt- und Energiewendeausschusses reicht die Fraktion einen Antrag ein. Darin heißt es: „Die Verwaltung wird beauftragt, weitere dafür geeignete Flächen zu identifizieren und darauf Blühflächen anzulegen.“

Die Ausschussvorsitzende Brika Üffing sieht dies als einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz – besonders vor dem Hintergrund einer ausufernden „intensiven Landwirtschaft“. Üffing: „Blühflächen bieten vielen Insekten Lebensraum. Mit der Einrichtung leistet die Stadt einen Beitrag zum Artenreichtum.“

Stadt setzt auf Einsparungen bei der Grünflächenpflege

Die mögliche Ausweitung der Flächen war aber ohnehin der Plan der Verwaltung. Langfristig sollen sich dadurch Einsparungen im Haushalt ergeben. 2017 hat die Stadt 380.000 Euro für die Grünflächenpflege aufgewendet. Doch diese Summe reichte längst nicht für alle notwendigen Maßnahmen aus. Längerfristige Erfahrungen mit den Wildblumenflächen in anderen Städten bestätigen den Einspareffekt.

Die Sitzung des Umwelt- und Energiewendeausschusses am Montag, 28. Januar, beginnt um 19 Uhr im Haus der Begegnung, Fürstengarten 29. Auf der Tagesordnung steht außerdem ein Bericht der Versorgungsbetriebe Elbe. Es geht um die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens.