Lauenburg.

THW setzt auf den Nachwuchs

Technisches Hilfswerk Intensive Mitgliederwerbung trägt Früchte

Lauenburg.  Der Ortsbeauftragte Michael Winter und sein Team haben es im letzten Moment geschafft, die Reißleine zu ziehen. Beim traditionellen Neujahrsempfang des THW konnte Winter von 30 Mitgliedern und einer wachsenden Jugendgruppe berichten. Das war nicht immer so: Seit Ende der Wehrpflicht 2011 fehlten dem Technischen Hilfswerk zunehmend junge Männer, die bis dahin ihren Wehrersatzdienst beim THW geleistet haben. So war die Lauenburger Einsatzgruppe 2003 noch über 40 Mann stark. Neun Jahre später gab es nur noch 22 Mitglieder in der Ortsgruppe.

Doch langsam werden die Ergebnisse einer intensiven Mitgliederwerbung sichtbar. „2018 war ein erfolgreiches Jahr. Wir konnten neue Helfer und Jugendliche gewinnen, und damit unsere Einsatzstärke festigen“, berichtete Winter. Die Jugendarbeit hat einen großen Stellenwert im Ortsverein. Der Schwerpunkt liegt auf Spaß, Spannung, Technik und Kameradschaft.

Ann Kathrin Klaus hat seit 2018 den Hut für die Jugendarbeit auf. Gemeinsam mit Andy Hagen und Benjamin Bartels betreut sie die Nachwuchsgruppe, der im vergangenen Jahr fünf Mitglieder beigetreten sind. Damit engagieren sich in der Jugendgruppe des Ortsvereins jetzt elf Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren. Während der Lauenburger Gewerbeschau betreuten die jungen THW-Mitglieder die Riesenrutsche und halfen am Info-Stand. Auch 2019 haben sich die jungen THW-Mitglieder einiges vorgenommen: „Wir freuen uns auf das Pfingstlager vom Landesverband und werden uns wieder bei der Müllsammelaktion in Lauenburg im Frühjahr beteiligen. Außerdem unterstützen wir der Ortsjugendring und sind beim Töpfermarkt dabei“, kündigte Ann Kathrin Klaus an.

Das THW wird in Lauenburg als verlässlicher Helfer geschätzt. Bei den Hochwassern 2002 und 2013 standen die Mitglieder Seite an Seite mit Feuerwehr, DLRG und DRK. Dass Lauenburg in Sachen Hochwasserschutz auch sechs Jahre nach der Katastrophe noch nicht sicher ist, machte der Vorsitzender des Deichverbandes, Wolfgang Genczik, deutlich. Auch er setzt auf das THW: „Wenn wir endlich probeweise die Schutzanlagen aufbauen können, wird eure Hilfe gebraucht“, sagt er.