Neues Konzept

Handgemachte Musik im Café Petticoat

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Lauenburg. Das Café Petticoat soll zum Musikcafé werden, Talenten eine Bühne bieten. Geöffnet wird an den Wochenenden.

Lauenburg.  Vielleicht ist es die gemütliche Atmosphäre, die dazu einlädt: Wenn im Café Petticoat an der Elbstraße 20 am Wochenende ein paar Leute zusammensitzen, hat nicht selten jemand eine Gitarre dabei, ein anderer ein Akkordeon oder eine Flöte. Und schon gibt es ein kleines Wohnzimmerkonzert. Schließlich sieht es hier original so aus wie in Omas „guter Stube“ aus den 50er-Jahren – mit Nierentischen, Ohrensesseln und einem uralten Telefon.

Kleine Bühne für Lauenburger Talente

Die improvisierten kleinen Konzerte wollen Ines und Stefan Piontek jetzt ganz offiziell veranstalten. „Man glaubt gar nicht, wie viele Talente es in Lauenburg gibt. Aber nicht jeder traut sich gleich auf eine große Bühne“, weiß Ines Piontek. Eines bleibt wie es ist: Wenn es sich anbietet, wird Stefan Piontek selbst zur Gitarre greifen. Schließlich gehört seine Liebe nicht nur der Zeit von Peter Kraus und Rockabilly, sondern auch handgemachter Musik von heute.

Bei der Eröffnung des Cafés im September 2016 hatte sich das Gastronomenpaar vorgenommen, experimentierfreudig zu bleiben. Schon damals schwebte ihnen vor, die Gäste öfter mit Livemusik und anderen kulturellen Angeboten zu unterhalten. „Als wir in der Altstadt Mittsommer gefeiert haben, war das eine ganz tolle Atmosphäre vor unserem Café“, erzählen sie. Aber es sind nicht nur die großen Veranstaltungen, die Ines und Stefan Piontek dazu bewegen, aus dem „Petticoat“ ein Musikcafé zu machen und Talenten eine Bühne zu geben.

Auch gestandene Musiker sollen hier ihr Publikum finden. „Wir mussten für die Idee gar nicht lange werben, die Leute sprechen uns von selbst an, ob sie bei uns spielen dürfen“, freut sich Stefan Piontek. Erste Termine würden in der nächsten Zeit unter Dach und Fach gebracht werden.

Bereich vor Café für Benefizkonzerte nutzen

Er kann sich auch vorstellen, wie beim Mittsommerfest vor dem Café wieder eine größere Bühne aufzustellen und Musikerkollegen zu bewegen, hier Benefizkonzerte für soziale Einrichtungen der Stadt zu veranstalten. Weil dazu Genehmigung und eine Straßensperrung erforderlich sind, hofft er für diese Idee auf Unterstützung der Stadt.

Um sich ganz auf das neue Konzept konzentrieren zu können, wollen die beiden Betreiber das Café vorerst nur noch am Wochenende öffnen. „Es hat sich gezeigt, dass unser Angebot dann am besten angenommen wird. Schließlich wollen unsere Gäste bei uns ja nicht mal auf die Schnelle etwas essen, sondern sich längere Zeit wohlfühlen“, hat Ines Piontek festgestellt.

Künftig auch kleine Snacks im Angebot

Neben selbst gebackenem Kuchen will das Gastronomenpaar künftig auch kleine Snacks wie Quiche oder Zwiebelkuchen anbieten. Das Angebot an Speisen halten sie aber bewusst überschaubar. „Handgemachte Musik, ein kleiner Snack und ein guter Tropfen Wein, das macht die Atmosphäre bei uns aus“, sind sie sich einig.

Wer im Café Petticoat Musik machen möchte, kann ab sofort entweder über die Facebookseite oder per E-Mail an petticoat.cafe@gmail.com Kontakt aufnehmen.