Neue Leiterin

Familienbildung: Neue Angebote schaffen

Kerstin Dlugi ist die neue Leiterin der Familienbildungsstätte Lauenburg

Kerstin Dlugi ist die neue Leiterin der Familienbildungsstätte Lauenburg

Foto: Karin Lohmeier / BGZ/Karin Lohmeier

Lauenburg. Kerstin Dlugi leitet jetzt die Familienbildungsstätte in Lauenburg – und sie will das Kursangebot deutlich erweitern.

Lauenburg.  . Seit 2011 leitet Kerstin Dlugi die Evangelische Familienbildungsstätte in Schwarzenbek. Dort hat sie das Kursangebot erfolgreich ausgebaut und gibt das Programm in einem neuen, übersichtlichen Format heraus. Das Wichtigste: Es gibt eine Homepage, die ständig aktualisiert wird. All dies wird Dlugi auch in Lauenburg einführen – denn sie hat zusätzlich die Leitung der hiesigen Familienbildungsstätte übernommen.

Nach dem Abschied von Regina Schneider, die diese Aufgabe 30 Jahre lang innehatte, sprach Pastor Philip Graffam die Schwarzenbeker Leiterin an. „Er wünschte sich auch eine Homepage, auf der man sich direkt anmelden kann“, erzählt Kerstin Dlugi. Dafür und für die Steuerung der Lauenburger Bildungsstätte ist sie nun zuständig. Acht Stunden wurden ihr vom Träger, der Evangelisch-Lutherischen Kirche, dafür bewilligt. Jennifer Petersson-Larsson, Koordinatorin für den Eltern-Kind-Bereich, und Verwaltungskraft Reinhild Fintel-Tödter bleiben die bewährten Ansprechpartner vor Ort, betont Kerstin Dlugi.

Kooperation mit Institutionen vor Ort

2017 gab es in Lauenburg rund 1100 Kursstunden mit 110 Kursen – allerdings wurde dabei jeder Monat als Kurs gerechnet, dies ändert sich künftig. Dlugis Ziel ist es, das Angebot deutlich auszubauen. „Dabei möchte ich mit den Anbietern vor Ort kooperieren und niemanden verdrängen“, stellt sie klar. So soll mit den Sportvereinen und anderen Institutionen geklärt werden, wer was anbietet – so halte sie es auch in Schwarzenbek

Einen Kursus für Babymassage könnte die neue Leiterin sich vorstellen. Seit November gibt es bereits eine zusätzliche Krabbelgruppe, und gerade startete ein Musikangebot für Kinder ab einem Jahr. „Wir sind nun mal Experten für die Eltern-Kind-Arbeit, im kommenden Jahr wird die Lauenburger Familienbildungsstätte 50 Jahre alt“, so Dlugi.

Möglich sei auch eine Kooperation mit den Kitas. Denn Eltern hätten heute wenig Zeit, mit den Kindern nachmittags zu Kursen zu fahren. Kerstin Dlugi: „Im Dietrich-Bonhoeffer-Haus haben wir die Möglichkeit, die Kinder aus der Kita zu holen, damit sie im Kursraum nebenan ein Angebot besuchen.“

Weitere Kursleiter werden gesucht

Bisher gibt es zehn Kursleiter in Lauenburg, weitere werden gesucht – insbesondere für Kinder-Kurse. Und Anregungen sind willkommen: Was brauchen die Lauenburger? Kerstin Dlugi weiß schon jetzt: „Es soll künftig mehr begleitende Angebote für junge Familien geben.“

Über die Programme Lauenburg und Schwarzenbek können sich Interessierte demnächst auf einer gemeinsamen Homepage informieren. Bisher stand das Programm nur als PDF-Datei auf der Internetseite der Kirchengemeinde. „So sind wir flexibel und können Aktuelles schnell einarbeiten“, sagt Kerstin Dlugi. Aus dem gedruckten Programmheft wird ein langes Faltblatt – mit allen Kursen in Kalenderform. Näher beschrieben werden sie auf der Rückseite.

Die 54-Jährige ist gelernte Bankkauffrau und hat Betriebswirtschaftslehre studiert. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder, 18 und 21 Jahre alt. Zur Familienbildungsstätte kam sie als Kursleiterin. „Ich habe in Bad Oldesloe einen Kurs für Wassergewöhnung geleitet, das hat mir total viel Spaß gemacht“, erzählt Kerstin Dlugi. Dass sie gut rechnen könne, ergänze sich wunderbar mit den Fähigkeiten der sozialpädagogischen Kollegen, so Dlugi. In ihrer Freizeit engagiert sie sich als als Fechttrainerin.