Bau- und Planungsausschuss

Sozialer Wohnungsbau: Politik einigt sich vorerst

Lauenburg.  Ihr großes Ziel konnte die SPD vorerst nicht durchsetzen: Zur Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am Montagabend hatten die Genossen den Antrag eingereicht, dass bei künftigen Wohnbauprojekten ab acht Einheiten 25 Prozent davon als geförderter Wohnraum errichtet werden muss. Am Ende der Sitzung stand zumindest ein Kompromiss.

André Peylo trug den Antrag seiner Fraktion vor. „Bezahlbarer Wohnraum wird in Lauenburg immer knapper. Bereits jetzt haben es Durchschnittsverdiener schwer, etwas Passendes in Lauenburg zu finden“, argumentierte er. Außerdem erinnerte er daran, dass sich der ehemalige Chef des Kinder- und Jugendbeirates, Darius Brackmann, vehement dafür eingesetzt hatte, günstigen Wohnraum für junge Erwachsene und Berufsanfänger zu schaffen. Brackmann trat im Mai für die CDU bei der Kommunalwahl an.

Bei der CDU stieß der Antrag der SPD auf Kritik. Ausschussvorsitzender Christian Stockfisch rechnete vor, dass für einen privaten Investor sozialer Wohnungsbau nicht wirtschaftlich sei. Alternativen wären möglicherweise die Gründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft oder die Übernahme dieser Aufgabe durch die Stadtbetriebe.

Während einer mittlerweile üblichen Sitzungsunterbrechung einigten sich die Fraktionen darauf, dass die Politik in „absehbarer Zeit“ ein Konzept zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus in Lauenburg verabschieden werde. Glücklich schien der SPD-Fraktionsvorsitzende, Martin Scharnweber, mit diesem Kompromiss nicht: „Wir bleiben dran und werden das Thema nicht auf die lange Bank schieben“, kündigte er an.