Lauenburg

Viel Spaß und eine Extrarunde Training für JagoEine gute Saison

Hundebadetag schließt Saison im Lauenburger Freibad ab – Sommer 2018 sorgte für viele Besucher

Lauenburg.  Eins wurde beim dritten Hundebadetag im Lauenburger Freibad deutlich: Im Ahnenpass von Retriever, Labrador, Belgischem Schäferhund und Co. ist bestimmt ein Seehund zu finden. Denn es waren vorwiegend diese Apportierhunde, die sich mit wachsender Begeisterung ins klare, kühle Wasser stürzten. Erwartungsvolle Hundeaugen waren völlig auf den Ball fixiert. Und sobald Herrchen das Spielzeug ins Wasser warf, war kein Halten mehr. Wichtig war nur noch: Hinterher und möglichst als Erster den Ball schnappen und wieder an Land bringen.

Aber da hatten die Vierbeiner die Rechnung ohne Michael Wendland gemacht. Er war im Wasser, schnappte den Hunden immer wieder den Ball vor der Nase weg und warf ihn in eine andere Richtung. „Ich geh den ganzen Sommer zum Schwimmen hier ins Feibad und finde es super, dass heute auch mal unser vierjähriger Belgischer Schäferhund Jago mit ins Wasser darf“, erzählte er. Dass keiner der anderen Hundehalter mit ins Wasser ging, wunderte Wendland.

Er jedenfalls schwamm mit dem begeisterten Jago um die Wette. Wer schon einmal mit seinem Hund im Wasser war, weiß um die scharfen Hundekrallen. Bei der den Tieren eigenen Schwimmart, dem Hundepaddeln, werden die Vorderläufe nach vorn gestoßen. Wenn der Hund auf den Menschen zuschwimmt, kann es da schon mal zu schmerzhaften Kratzern kommen. Doch Michael Wendland kennt den gemeinsamen Badespaß. Damit Jago und seine Freunde ihn nicht verletzten konnten, hatte er sich extra ein Langarmshirt übergezogen.

Für Jago ist Schwimmen eine wichtige Trainingseinheit, denn er gehört zur Rettungshundestaffel des DRK. Auch seine Hundeführerin Michelle Backhaus war ins Freibad gekommen. „Super, dass heute Hunde ins Wasser dürfen. Jago ist eine Wasserratte und kann gar nicht genug bekommen. Er trainiert hier eine Extrarunde und hat jede Menge Spaß“, sagte sie.

Angela Harms kam mit ihrer Jessy, einer dreijährigen Retrieverhündin, extra aus Bergedorf nach Lauenburg. „Ich hab Jessy vom Tierschutz bekommen. Sie hat ihre Welpenzeit in einer Familie mit vielen Kindern erlebt und war überhaupt nicht erzogen. Als hyperaktiver Hund war sie dann nicht mehr zu bändigen“, erzählte Angela Harms.

Ein langer Weg lag vor Frauchen und Hund. Heute ist Jessy mit ihrem Frauchen in der Seniorenarbeit eingesetzt und beweist täglich ihren 100-prozentig ehrlichen Charakter. „Ich find es toll, dass sie sich hier mal so richtig austoben kann“, sagt Angela Harms. Besonders Jago hatte es Jessy angetan. Mit ihm und Michael Wendland im Wasser nach dem Ball zu jagen, war für sie das Größte.

André Peylo und seine Tochter Luisa wollten ihrem gut einjährigen kleine Balu zeigen, dass Wasser eine tolle Sache sein kann. Doch das Interesse des Mischlingshundes hielt sich in Grenzen. Er nutzte lieber die Chance, mit den vielen Hunden herumzutoben. „Ich finde, der Hundebadetag ist auch für Hunde, die nicht ins Wasser gehen, eine klasse Idee. Sie haben hier eine fantastische Auslauffläche und jede Menge Artgenossen zum Toben und Rennen“, sagte André Peylo.

Mit dem Hundebadetag ist die Saison im Lauenburger Freibad endgültig vorbei. Denis Recknagel, Leiter Vertrieb der Versorgungsbetriebe Elbe zieht eine überaus positive Bilanz: „Angesichts des hervorragenden Sommers 2018 war diese Saison im Freibad Lauenburg ein voller Erfolg.“ 67 000 Badegäste wurden gezählt – ein Plus von 17 000 gegenüber dem verregneten Sommer 2017.

Bemerkenswert sei auch die Entwicklung im Vorverkauf gewesen, so Recknagel. Schon vor der Eröffnung am 5. Mai seien mit über 400 Dauerkarten deutlich mehr verkauft worden als in den Vorjahren. „Insgesamt profitierten 2018 über 1700 Badegäste von unseren Saisonkarten. Das waren im Durchschnitt etwa 50 mehr als in den vergangenen drei Jahren.“ Und etwa 70 Prozent der Saisonkartenkäufer kamen als Kunden der Versorgungsbetriebe Elbe in den Genuss der besonders günstigen „Pinguin-Preise“ für die ganze Familie.