Nachruf

Manfred Burmester lebte für die Elbschifffahrt

Lauenburg.  Das Team des Lauenburger Elbschifffahrtsarchivs trauert: Manfred Burmester, der sich seit mehr als 20 Jahren um das Archiv an der Elbstraße kümmerte, ist überraschend gestorben. In drei Wochen wäre er 82 Jahre alt geworden.

„Manfred Burmester hinterlässt bei uns eine große Lücke. Er kannte sich mit vielen technischen Dingen wunderbar aus“, sagt Archivleiter Werner Hinsch.

Burmester lebte in Lüneburg, arbeitete als Schlosser und Kraftfahrer und engagierte sich auch beim Technischen Hilfswerk, für das er jahrelang bei technischen Einsätzen aktiv war. „Zu uns ist er als Crewmitglied des Raddampfers Kaiser Wilhelm gekommen“, erinnert sich Hinsch. „Ehrenamtlicher Einsatz war für ihn immer selbstverständlich“, so Hinsch. Zu vielen Ausstellungen steuerte Burmester aufgearbeitete Exponate bei. Im Elbschifffahrtsmuseum führte er den Besuchern gern die Dampf- und Dieselmaschinen im Keller vor.

Sein besonderes Aufgabengebiet war die Restaurierung und die Aufbereitung der vielen technischen Zeichnungen umfangreicher Werftbestände zur Archivierung.

„Dieser Teilbestand des Archivs kam in einem absolut desolaten und ungeordneten Zustand nach Lauenburg. Unzählige stark zerstörte Zeichnungen wurden unter den Händen von Manfred Burmester wieder gebrauchsfähig. Dadurch stehen diese Bestände heute als Grundlagenforschung für Wissenschaftler, Schifffahrtshistoriker und auch Schiffsmodellbauer geordnet zur Verfügung“, berichtet Hinsch.