Lauenburg.

Jetzt sind gute Ideen gefragt

„Demokratie leben!“ Noch 12 000 Euro aus dem Bundesprogramm im Topf für Lauenburg

Lauenburg. Das seit 2015 vom Bund aufgelegte Förderprogramm heißt „Demokratie leben!“ – und der Name bringt auf den Punkt, was die Projekte bewirken sollen: ein tolerantes Miteinander von Menschen unterstützen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion oder Nationalität. Durch Mittel aus „Demokratie leben!“ und den beiden Vorgängerprogrammen sind seit 2007 über eine Million Euro nach Lauenburg geflossen.

Eigentlich sollte das Programm im nächsten Jahr auslaufen. „Das ist vom Tisch. Das Bundesfamilienministerium hat die Förderung entfristet“, freut sich Sara Opitz, die Projektkoordinatorin für den Kreis. Dies entspricht auch ganz dem Fördergedanken: Wie schon bei den Vorgängerprogrammen soll „ Demokratie leben!“ laufende Projekte am Leben erhalten und neue entwickeln. Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche, Eltern, Erzieher, Pädagogen und andere lokale Akteure.

Welche Träger mit ihren Projektideen gefördert werden, entscheidet ein Begleitausschuss. „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht“, sagt Claudia Vogt-Gohdes, die von Anfang in diesem Gremium mitarbeitet.

Einige Projekte für dieses Jahr sind schon in trockenen Tüchern. So wird es unter anderem ein Toleranztraining für Jugendliche geben. Das Theater Lauenburg veranstaltet zudem ein Mitmachprojekt zum Thema Zivilcourage. Und der Verein Hilfe für Frauen in Not bereitet unter dem Titel „Und das soll Liebe sein?“ eine Ausstellung zu häuslicher Gewalt vor. Eine internationale Kermes veranstalten evangelische Kirchengemeinde und türkisch-islamische Gemeinde. Das Künstlerhaus organisiert „Ästhetische Ortserkundungen“.

Der inzwischen traditionelle „Kultursalat“, läuft in diesem Jahr unter Regie der Lauenburger Tafel und wird ebenfalls mit Fördermitteln aus „Demokratie leben!“ unterstützt. Aber auch nicht so aufwendige Aktionen haben eine Chance, von dem Förderprogramm zu profitieren. „Ohne großen formellen Aufwand bewilligt der Begleitausschuss Summen bis 500 Euro“, stellt die Koordinatorin in Aussicht.

Etwa 12 000 Euro sind für Lauenburg in diesem Jahr noch im Topf. Wer eine Idee hat, muss übrigens nicht fürchten, sich durch bergeweise Antragsformulare kämpfen zu müssen. „Den Antrag können wir gern gemeinsam ausfüllen“, verspricht Sara Opitz.

Dazu genügt es, eine E-Mail an koordination@kjr-herzogtum-lauenburg.de zu senden. Telefonisch ist die Koordinatorin unter der Nummer (0 45 42) 84 37 85 zu erreichen.