Wahlkampfbesuch

Torsten Albig weckt neue Hoffnungen beim BAB

Foto: bgz / Bienwald

Lauenburg. Der SPD-Ministerpräsidenten-Kandidat Thorsten Albig war auf seiner Wahlkampftour zu Gast beim Bürgeraktionsbündnisses (BAB) "Lauenburg reicht’s". Für den Fall seines Wahlsiegs machte er den Aktivisten deutliche Hoffnungen, die Verkehrssituation in Lauenburg zu verbessern.

„Dieses Gespräch hat deutlich mehr gebracht als das, was wir bisher von der CDU-geführten Landesregierung an Zusagen bekommen haben“, freut sich Heinz Victor aus dem Sprecherrat des Bürgeraktionsbündnisses (BAB) „Lauenburg reicht’s“ nach einem Gedankenaustausch mit dem SPD-Ministerpräsidenten-Kandidaten Torsten Albig. Albig war auf Einladung des Landtagsabgeordneten Olaf Schulze nach Lauenburg gekommen und nahm sich eine Stunde Zeit, um sich die BAB-Kritik an der gegenwärtigen Verkehrssituation in der Stadt und die BAB-Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Lage anzuhören.

„Wir konnten vor allem klarmachen, wie dringend eine länderübergreifende Abstimmung mit Niedersachsen ist, um die ‚Schwerlaster-Sackgasse’ kurz hinter Hohnstorf zu beseitigen, und ein gemeinsames Konzept für eine innerörtliche Verlegung der B 209 von der Hafenstrasse in das Industriegebiet zu planen und möglichst zeitnah zu realisieren. Im übrigen konnten wir Herrn Albig wohl auch von der Ernsthaftigkeit und Seriosität unserer Bemühungen um die Verkehrslärm-Reduzierung überzeugen“, bilanzierte Victor nach dem Gespräch im Hotel Zum Halbmond – mit Blick auf den Lauenburger Problemfall Hafenstraße.

Für den Fall, dass er Ministerpräsident wird, machte Torsten Albig den BAB-Kämpfern zwei Zusagen: Nach der Regierungsbildung und noch vor der Sommerpause wird er zu einem gemeinsamen Abstimmungsgespräch mit Vertretern der Landesregierung, Vertretern der Stadt Lauenburg einschließlich des BAB sowie anderen tangierten Interessengruppen einladen. Und: Bis zum Jahresende soll das zuständige Ministerium einen Rahmenplan erstellen und erklären, wie die Verkehrsprobleme Lauenburgs auf der B 5 und der B 209 in Abstimmung mit den Nachbarländern Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie mit dem Bundesverkehrsministerium planerisch angegangen werden sollen – auch und vor allem im Hinblick auf den prognostizierten Zuwachs des Warenverkehrs um 100 Prozent im Hinterland des Hamburger Hafens.

Heinz Victor und seinen Mitstreitern war die Erleichterung nach dem Gespräch anzusehen: „Diese Strategie hätten wir auch von der CDU-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang erwartet, deren lächerlicher Auftritt bei der Lauenburger Verkehrskonferenz im Januar noch lange nicht vergessen ist. Diese Frau ist für uns gestorben.“