Vorhaben

Betreutes Wohnen in der City

Foto: Jann

Lauenburg. Neubauvorhaben an der Hamburger Straße: Auf dem 5600 Quadratmeter großen Areal der „City-Passage“, hinter dem Restaurant „La Cabana“ in zweiter Reihe zur B5 gelegen, will Unternehmer Rainer Staneck für kapp zehn Millionen Euro eine Wohnanlage für betreutes Wohnen errichten.

Während ein geplantes Hotel im Fürstengarten noch als Vision gilt (wir berichteten), plant Unternehmer Rainer Staneck an der Hamburger Straße schon konkret ein Neubauvorhaben: Auf dem 5600 Quadratmeter großen Areal der „City-Passage“, hinter dem Restaurant „La Cabana“ in zweiter Reihe zur B?5 gelegen, will Staneck für kapp zehn Millionen Euro eine Wohnanlage für betreutes Wohnen errichten.

Im Rahmen der Zukunftswerkstatt für die Entwicklung der Lauenburger Oberstadt präsentierte Staneck jetzt erstmals konkrete Pläne für das Projekt. Nach den bisher vorliegenden Plänen soll es in zwei Gebäuden jeweils 36 Wohneinheiten geben. Beide Baukörper sollen mit einem Verbindungsgang verbunden werden, an dem auch ein Gemeinschaftshaus als Treffpunkt für die Bewohner geplant ist. Der Komplex soll barrierefrei und behindertengerecht gebaut werden. „Als Bewohner denken wir nicht nur an Senioren, sondern an alle Altersklassen, für die eine behindertengerechte Bauweise wichtig ist“, sagt Staneck. „Bei den Mieten soll sich das Lauenburger Mietniveau widerspiegeln“, verspricht der Investor, der unter anderem in Lauenburg und Schwarzenbek die Askanierhaus-Seniorenheime betreibt.

Schwierig wird sich die Zu- und Abfahrt gestalten, die aktuell um das „La Cabana“ als Einbahnstraße herum abgewickelt wird. „Da muss noch irgendwie Abhilfe geschaffen werden“, so Staneck. Die beiden geplanten Gebäude sollen dreigeschossig sein und 2-Zimmer-Wohnungen mit 50 oder 60 Quadratmetern für ein oder zwei Bewohner bieten. Im Staffelgeschoss sind vier Penthousewohnungen vorgesehen. Beide Häuser sollen Aufzüge erhalten.

„Bisher ist der Bereich der ‚City-Passage’ eher eine kleine tote Westernstadt“, meint Staneck. Die meisten Geschäfte stehen leer, früher gehörten die Gebäude als Lagerhallen zur Baufirma Fischer. Geplant ist ein Fußweg, der für eine Anbindung in Richtung Schüsselteich sorgt.

Im Rahmen der Zukunftswerkstatt unter dem Motto „Pluspunkte für Lauenburg sammeln“ hatten die Bürger Wünsche geäußert. Mehr betreute Wohnungen standen dabei weit oben auf dem Zettel. „Das Wort der Bürger hat für unsere Entscheidungen Gewicht“, sagt Bürgermeister Andreas Thiede. Ziel soll es sein, attraktive Stadtteile in Lauenburg zu schaffen. Thiede: „Jetzt wird es konkret.“

Staneck möchte möglichst bald mit den Bauarbeiten für den modernen Wohnpark im Stadtzentrum beginnen. In dem Zuge soll auch die Fassade des „La Cabana“ unter Einbeziehung des Denkmalschutzes verschönert werden.