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Lauenburg sucht eine Elbprinzessin

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Lauenburg. Lauenburg bekommt eine Schönheitskönigin. Die Elbprinzessin soll die Stadt bei offiziellen Anlässen, wie auf dem Schützenfest, der Touristikmesse oder der Fischmeile, repräsentieren. Die Initiative dazu geht von einem Arbeitskreis der Wirtschaftlichen Vereinigung Lauenburg (WVL) aus.

Entstanden sei die Idee durch einen Austausch mit der Gemeinde Adendorf im Landkreis Lüneburg. „Dort wird regelmäßig eine Miss Adendorf gekürt, und die Gemeinde hat damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, so Thorsten Klentzau vom Arbeitskreis der WVL.

Die meisten Lauenburger zeigten bei einer Umfrage unserer Zeitung Sympathie für die Idee einer Elbprinzessin. Viele konnten sich auch vorstellen, selbst einmal für so ein Amt zu kandidieren. „Das ist doch eine gute Sache und bringt Lauenburg bestimmt weiter“, sagte Monika Grimm (45). Monika Akin war ähnlicher Ansicht. „Das ist aber wahrscheinlich ein sehr zeitintensiver Job. Ich arbeite und habe ein Kind und würde das gar nicht schaffen“, so die 25-jährige Lauenburgerin. „Ich bin hier aufgewachsen und kenne Lauenburg gut. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, so was zu machen“, sagte Angelique Zogbaum (17). Auch Carolin Schwebke zeigte Sympathie für die Idee. „Ich finde es spannend, wenn eine Stadt, eine Prinzessin kürt“, so die 15-jährige Geesthachterin, die in Lauenburg zur Schule geht.

Aber auch kritische Stimmen gab es bei unserer Umfrage. „Wenn die WVL den Standort Lauenburg interessanter machen will, sollte sie lieber bürokratische Hürden für Geschäftsgründer abschaffen. Mir gefällt es nicht, wenn eine schöne Frau als Aushängeschild für eine Stadt herhalten soll“, sagte Cordula Wenzel (39). Auch Jennifer Muleit ist skeptisch. „Das ist doch nur ein PR-Gag und macht Lauenburg auch nicht attraktiver“, sagte die 24-Jährige.

Thorsten Klentzau vom Arbeitskreis der WVL findet, dass Lauenburg gerade das braucht: PR. „Die Stadt muss sich besser darstellen, als sie es bisher tut. Die Elbprinzessin soll dafür da sein, Lauenburg nach außen positiver darzustellen und Werbung für unsere Stadt zu machen“, so Klentzau. Der Arbeitskreis erhofft sich durch eine Elbprinzessin nicht zuletzt auch neue Gewerbeansiedlungen in der Stadt. Bei der Auswahl werde die Jury darauf achten, dass sich die Bewerberin gut ausdrücken könne und eine positive Ausstrahlung habe, sagte Ralf Storjohann vom Arbeitskreis der WVL.

Bewerben kann sich ab sofort jede Lauenburgerin, die zwischen 18 und 30 Jahren alt ist. Nach einem Casting, entscheidet eine Jury, die mit Persönlichkeiten aus der Stadt und dem Kreis besetzt ist, wer Prinzessin werden soll. Die Endausscheidung wird auf der Gewerbeschau am 5. und 6. April sein. Danach wird die Elbprinzessin zwei Jahre im Amt sein, bis auf der nächsten Gewerbeschau eine neue Amtsträgerin übernimmt.

Zur Gewerbeschau im Mosaik-Sportzentrum haben sich bisher 45 Aussteller angemeldet „Knapp 60 erwarten wir, damit wären wir dann ausgebucht“, so Storjohann. Er rechnet mit etwa 5000 Besuchern.

Wer noch bei der Gewerbeschau teilnehmen möchte, kann sich unter 0173 / 23 50 229 melden. Anwärterinnen für das Amt der Elbprinzessin können ihre Bewerbung an die WVL, Berliner Straße 24, 21481 Lauenburg, schicken. Die Unterlagen sollten die Beschreibung der eigenen Person, ein Foto sowie eine Begründung für die Bewerbung enthalten.