A220

Airbus feiert Spatenstich für neue Montagelinie

Hamburg..  Ein Bagger steht auf dem großen rechteckigen Baufeld. An allen vier Seiten starten mitten am Tag Feuerwerksraketen in den strahlend-blauen Himmel. Sieben Manager, Beschäftigte und Politiker greifen zur Schaufel, stecken sie in die Erde und vollziehen den symbolischen Spatenstich. Airbus hat in den USA die Grundsteinlegung für eine neue Riesenhalle gefeiert. In Mobile (Bundesstaat Alabama) baut der europäische Flugzeugbauer die neue Endmontagelinie für den A220 und verstärkt damit seine Präsenz im Heimatland des Erzrivalen Boeing.

„Als wir 2012 entschieden haben, unseren Verkaufsschlager A320 in Mobile zu bauen, war ich schon der Meinung, da wird noch mehr kommen“, sagte Vorstandschef Tom Enders. Dank der Mehrheitsübernahme des Mittelstreckenflugzeugs C-Series des kanadischen Herstellers Bombardier ergab sich die Gelegenheit dazu. Im vergangenen Sommer kündigte der MDAX-Konzern an, dass die mittlerweile in A220 umgetauften Flugzeuge in Mobile endmontiert werden sollen.

Seit dreieinhalb Jahren fertigen die Europäer dort Flugzeuge der A320-Familie. Die Bausätze dafür werden in Hamburg gepackt und per Schiffstransport in die USA gebracht. Im vergangenen Dezember verließ der 100. Jet made in Mobile das Werk. Vier Maschinen werden pro Monat von den mehr als 900 Mitarbeitern montiert. Die Endmontagelinie für den A220 wird direkt neben der A320-Produktion entstehen. Im dritten Quartal soll die Produktion des A220 starten. Mitte nächsten Jahres ist die Auslieferung des ersten A220 geplant. Endgültig fertig soll der Bau 2020 sein. Investiert werden 300 Millionen Dollar (263 Millionen Euro), die Summe teilt sich Airbus mit den anderen A220-Gesellschaftern Bombardier und der kanadischen Provinz Quebec. Bisher wird der A220 im kanadischen Mirabel hergestellt.