Bergedorf

Szenen eines S-Bahn-Zoffs – und das vor dem Altar

Ganz Hamburg lädt zur 15. Nacht der Kirchen ein

Bergedorf. . Ein Baseballschläger, zwei pöbelnde Jugendliche und ein Penner in der S-Bahn – die Szene, die sich da vor dem Altar in der St.-Marien-Kirche abspielt, verheißt nichts Gutes. Wären da nicht auch Legne, der Engel, und Eva, die Wachsame. Dank ihres Geschicks gelingt es, die drohende Gewalt abzuwenden und die Geschichte zu einem guten Ende zu bringen.

Das ist kurz gefasst der Inhalt des Theaterstücks, das Jugendliche der katholischen Gemeinde am Reinbeker Weg eigens für die Nacht der Kirchen einstudiert haben und am Samstag, 15. September, vor dem Altar ihres Gotteshauses aufführen.

„Eigens für die Nacht der Kirchen wurde auch die Projektband unter der Leitung von Kati Kalinowski zusammengestellt. Instrumentalisten, Sänger und Sängerinnen verschiedener Altersgruppen zeigen, dass es gemeinsam am schönsten klingt“, sagt Diakon Stefan Mannheimer, der das Programm für das ökumenische Fest im Reinbeker Weg zusammengestellt hat.

Nicht nur hier – überall im Hamburger Stadtgebiet, von Allermöhe bis Winterhude und darüber hinaus, öffnen insgesamt 127 Gotteshäuser am 15. September ihre Tore für die Nacht der Kirchen – ein großes, stadtumspannendes Fest der christlichen Religionen, der Kultur und der Begegnung. Das bunte und vielfältige Programm reicht von klassischer Kirchenmusik bis zum Rock-Konzert, vom stillen Gebet bis zum Gospelchor. Es gibt Film, Comedy, Literatur und historische Führungen und daneben die Gelegenheit zu Gesprächen, Gebet, Meditation oder einfach einem Blick vom Kirchturm. Das diesjährige Motto „Einfach himmlisch“ lädt zum Hören, Mitsingen und Tanzen ein.

In Allermöhe spielt Frollein Sax in der Dreieinigkeitskirche (Allermöher Deich 97) ab 21 Uhr unter dem Motto „Vier Hörner für ein Halleluja“ Filmmusiken, Tangos und Jazz. Die Bugenhagenkirche (Nettelnburger Kirchenweg 4) lädt ab 19 Uhr zum Offenen Singen mit Gitarrenbegleitung ein, St. Johannis in Curslack (Curslacker Deich 142) stattet ab 19 Uhr Petrus einen himmlischen Besuch ab und in St. Severini in Kirchwerder (Kirchenheerweg 12) laden sieben Stationen in der Kirche zum Nachdenken, Probieren, Genießen, Mitdenken und Mitnehmen ein, während in Lohbrügge nicht nur in der Erlöserkirche, sondern auch im BG Klinikum Boberg gefeiert wird – zum Beispiel mit dem Kinder- und Jugendzirkus Salvini. Aber auch in Neuengamme und Neuallermöhe, in Reinbek, Oststeinbek und Geesthacht wird einiges geboten. Schließlich handelt es sich hierbei um das größte ökumenische Fest des Nordens.

Der Moderator Daniel Kaiser erwartet zur Eröffnung auf der NDR-Bühne in der Spitaler Straße u.a. Bischöfin Kir-sten Fehrs und Hamburgs Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher.

Das komplette Programm aller Teilnehmer der 15. Nacht der Kirchen Hamburg ist unter www.ndkh.de zu sehen. Dort kann auch die App „Kirchennacht“ für unterwegs heruntergeladen werden.

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