Bergedorf

Die Retter der Sternwarte feiern 20 Jahre

Förderverein lädt zum Sommerfest und eine Woche später zur totalen Mondfinsternis auf „ihr“ Gelände

Bergedorf. . Stellen Sie sich vor, auf dem Gelände der Sternwarte stehen heute dicht an dicht Wohnanlagen. Nur eine kleine Schautafel erinnert daran, dass hier Anfang des 20. Jahrhunderts eine der weltweit bedeutendsten Sternenforschungsanlagen betrieben wurde. Das wäre beinahe vor gut 20 Jahren geschehen, als der Hamburger Senat das Areal auf dem Gojenberg zu Geld machen wollte. Und auch die Astrophysiker der Universität wollten lieber was Neues, Zentraleres.

Um den Verfall und Verkauf zu verhindern, gründeten einige Unerschrockene 1998 den Förderverein der Hamburger Sternwarte. Diverse Veranstaltungen lockten seitdem Tausende Besucher an die August-Bebel-Straße 196.

Sommerfest zum 20-Jährigen

Der Förderverein lädt alle Interessierten am Mittwoch, 18. Juli, zwischen 17 und 20 Uhr zum Sommerfest rund um das 1-Meter-Gebäude ein, in dem sich auch das Besucherzentrum und das Café Raum und Zeit befinden.

Sonnenbeobachtungen sind dank engagierter Amateurastronomen an diversen Teleskopen zwischen 17 und 18.30 Uhr möglich.

Um 17 und 19 Uhr werden Führungen durch das Kulturdenkmal Hamburger Sternwarte angeboten und auf die aktuellen Sanierungs- und Restaurierungsaktivitäten hingewiesen

Um 18 und 19.30 Uhr spielt die dreiköpfige Gruppe „Blackwater“ irische Volksmusik – bei gutem Wetter im Freigelände, bei Regen im Besucherzentrum.

Um 20 Uhr beginnt der Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Fördervereins in der Bibliothek im Hauptgebäude der Sternwarte. Nach einigen Grußworten hält die Vorsitzende des Fördervereins, Prof. Gudrun Wolfschmidt, einen Vortrag.

Totale Mondfinsternis

Mit einer Dauer von 103 Minuten lässt sich am Freitag, 27. Juli, in Norddeutschland und damit auch auf dem Gelände der Sternwarte die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts beobachten. Etwa 6 Grad unterhalb des Roten Mondes befindet sich in dieser Zeit der Mars, der Rote Planet, der in der Nähe des Vollmonds seine maximale Helligkeit erreicht und auch sehr gut zu beobachten ist.

Besucher können kostenlos die Totale Mondfinsternis an diversen Groß- und Amateur-Teleskopen in den Gebäuden und auf der Wiese beobachten, wenn es das Wetter erlaubt.

Das Café „Raum und Zeit“ im Besucherzentrum ist von 20 bis 23 Uhr geöffnet.

Um 20 Uhr hält Matthias Hünsch einen Eröffnungsvortrag „Wie entsteht eine Mondfinsternis?“

Um 21 und 22 Uhr referiert Gudrun Wolfschmidt über die „Kulturgeschichte des Mondes“.

Die Sternwarte in der August-Bebel-Straße 196 kann natürlich auch mit dem Auto angesteuert werden, aber die Veranstalter empfehlen den Bus 332 bis „Sternwarte (Besucherzentrum)“.

Weitere Infos unter:
sternwarte-hh.de
und fhsev.de