Österreich

Unterschriften für weiteres Rauchverbot

Wien (dpa). In Österreich wächst der Widerstand gegen den Versuch der neuen rechtskonservativen Regierung, das geplante Rauchverbot in der Gastronomie zu kippen. Die Wiener Ärztekammer und die Österreichische Krebshilfe sammeln Unterstützungserklärungen für ein Volksbegehren zugunsten rauchfreier Lokale. Es bestehen wenig Zweifel, dass genügend Unterschriften für ein Volksbegehren zusammenkommen. Ab 100 000 Unterstützern muss das Volksbegehren im Parlament zumindest behandelt werden. Eine die Stimmung abbildende Onlinepetition „Don’t Smoke“ unterschrieben bisher 470 000 Menschen.

Auf Druck der FPÖ hat sich der Koalitionspartner ÖVP dazu bereit erklärt, das Inkrafttreten des Rauchverbots zum 1. Mai durch ein neues Gesetz auszuhebeln. Es soll dabei bleiben, dass es in Lokalen einen abgetrennten Raucherbereich geben darf. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte die Absage ans Rauchverbot zur Koalitionsbedingung gemacht. Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist Nichtraucher. Er habe keine Angst, dass die ÖVP abspringe, sagte Strache.