Kultur

Die zwei fatalen Handspiele des TSV Glinde II

KreisligaKolumne  1:8-Klatsche nach zwei Platzverweisen

Eins außerhalb, eins innerhalb: Eine Stunde lang hielt der TSV Glinde II das Spiel gegen den ASV Bergedorf 85 vom Ergebnis her (1:2) offen. Dann berührte der bis dahin gegen den Tabellenführer der Fußball-Kreisliga 3 so starke Torhüter Alexander Dora den Ball außerhalb des Strafraums mit der Hand – Rot! Zudem hieß es nach dem fälligen Freistoß 3:1 für Bergedorf. Glindes Ersatz-Keeper Christian Gieszinger musste noch fünf weitere Male den Ball aus den Maschen holen. Geburtstagskind Stephan Funk (wurde am Vortag 27) und Joker Florian Heinze trafen je dreimal. Dass es am Ende mit 8:1 deutlich wurde, lag aber auch daran, dass mit Stephan Schnauer ein weiterer TSV-Akteur vorzeitig duschen musste. Schnauer hatte im Strafraum mit der Hand eine Torchance vereitelt. „Dora war nicht letzter Mann und Stephan ist nach einem Fallrückzieher angeschossen worden“, ärgerte sich TSV-Coach Wolfgang Spethmann.
Lohbrügges Déjà-vu: Auf einen furiosen Start mit drei Siegen folgte für den VfL Lohbrügge II der Absturz. Nach elf Pleiten am Stück hatte der VfL pünktlich zum Ende der Hinrunde die Rote Laterne „erobert“ Die zweite Saisonhälfte begann aber nun mit einem Déjà-vu für den VfL. Wie im Hinspiel gab’s gegen den FC Lauenburg einen 3:2-Sieg.
Im Gleichschritt: Wie der ASV Bergedorf 85 hat sich Verfolger Oststeinbek nicht lumpen lassen. Der OSV übertraf die „Elstern“ sogar um einen Treffer, besiegte Escheburg 9:1. Somit scheint alles für den großen Showdown am 24. November angerichtet, wenn der OSV den ASV empfängt. „Vorsicht!“, mahnt Ligamanager Rene Peim. „Wir müssen erst unsere Hausaufgaben machen.“ Was er meint, ist die Partie gegen Atlantik 97 am Sonnabend (13 Uhr, Marie-Henning-Weg).
Erst kein Glück, und dann: Den 2:1-Erfolg gegen Schlusslicht TuS Aumühle-Wohltorf wusste Helmut Kiehn (Trainer Lauenburger SV) ganz gut einzuordnen. „Das war am Ende ganz, ganz glücklich. Wenn ich nicht schon graue Haare hätte, hätte ich bei dem Spiel, welche bekommen.“ Beim Stand von 2:1 für seine LSV schoss Aumühles Leonhard Knorr einen Foulelfmeter an den Pfosten (77.). Einen drauf setzte der im Feld aufgebotene Ersatztorwart Nico Gieratz fünf Minuten später. Sein Schuss prallte vom Innenpfosten wieder ins Feld. „Das ist ganz bitter und tut immer noch weh“, haderte TuS-Coach Piotr Selega.
Schwere Verletzung: Sportlich fair verlief das Nachbarschaftsduell zwischen Düneberg II und Hamwarde. Es gab nicht eine Gelbe Karte. Und doch überschattete eine schwere Verletzung die Partie. Dirk Kappmeyer (SVH) brach sich ohne gegnerische Einwirkung den Fuß (25.). Seine Teamkollegen verloren gegen den Aufsteiger derweil zum zweiten Mal (0:3, Hinspiel 2:3).
In Lauerstellung: Noch hat der MSV Hamburg (4:1 bei Altengamme II) den Kampf um den Aufstieg nicht aufgegeben und sich für die Restrunde mit Alan Szymborski (VfL Lohbrügge) und Daniel Wagner (Billstedt-Horn) verstärkt. Sollte es dennoch für den Dritten am Ende nicht reichen, bleibt dem Verein aus Mümmelmannsberg eine Hintertür. Denn die „Zweite“ (2. in der Kreisliga 4) darf ebenfalls auf den Aufstieg hoffen. „Wichtig ist einzig, dass der MSV wieder in der Bezirksliga spielt“, denkt Trainer Markus Puder ganz im Sinne des Vereins.