Koalition

Göring-Eckardt hält Schwarz-Grün für möglich

Die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hält eine Koalition mit CDU und CSU für möglich, erwartet aber harte Verhandlungen. Sie reagiert damit auf CDU-Generalsekretär Peter Tauber.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hält eine schwarz-grüne Koalition im Bund 2017 für möglich. „Eins ist jedoch schon jetzt klar: Das werden keine leichten Verhandlungen“, sagte Göring-Eckardt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Ihre Partei gehe als eigenständige Kraft in den Wahlkampf. Entscheidend seien Inhalte, etwa im Bereich der Energie-, Landwirtschafts- oder Innenpolitik. „Wir schließen nichts aus, wir verabreden aber auch nichts“, betonte Göring-Eckardt.

In der vergangenen Woche hatte sich CDU-Generalsekretär Peter Tauber im Gespräch mit der „Welt“ für eine Koalition mit den Grünen ausgesprochen und die Partei aufgerufen, „ihre Scheu vor der Union“ abzulegen. Die schwarz-grünen Sondierungen nach der Bundestagswahl seien nicht an der CDU gescheitert, betonte Tauber. „Wenn die Grünen sich ein bisschen in die Mitte bewegen und ihre Scheu vor der Union ablegen, kann das 2017 funktionieren.“

Bündnis an inhaltlichen Fragen gescheitert

Göring-Eckardt betonte, 2013 sei ein solches Bündnis an inhaltlichen Fragen gescheitert. Sie wies damit die Darstellung zurück, wonach Schwarz-Grün wegen des damaligen Spitzenkandidaten Jürgen Trittin nicht zustande gekommen sei. „Da haben mehrere Leute am Tisch gesessen“, sagte die Fraktionsvorsitzende.

Zu einem möglichen Dreierbündnis mit SPD und Linker äußerte sich Göring-Eckardt skeptisch. Wenn sich die Linke außenpolitisch nicht bewege, werde es Rot-Rot-Grün im Bund nicht geben. „Ich habe den Eindruck, in der Linken gibt es starke Kräfte, die alles dafür tun, durch Radikalopposition eine Regierungsperspektive zu verhindern“, sagte die Fraktionschefin.

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