Glinde

Sanierung des Bürgerhauses kommt voran

Die ehemalige Kegelbahn ist bereits weitgehend saniert.

Die ehemalige Kegelbahn ist bereits weitgehend saniert.

Foto: Barbara Schult

Bauarbeiten im Keller des Glinder Bürgerhauses machen sichtbare Fortschritte. Corona-Pandemie sorgte für Verzögerungen bei Sanierung.

Glinde. Die Bauarbeiten im Keller des Glinder Bürgerhauses machen inzwischen sichtbare Fortschritte. Das Theoter ut de Möhl hat die Räume gemietet und jahrelang als Probenraum sowie für seinen Fundus und den Bühnenbau genutzt. Wie berichtet, ist das ist nun schon im zweiten Jahr nicht möglich. Der Keller ist gesperrt, weil der Brandschutz nicht gesichert ist.

Während die Brandschutzsanierung für das restliche Bürgerhaus bereits erledigt ist, wird im Keller noch gearbeitet. „Die Sanierung ist dort jetzt aber auch so gut wie abgeschlossen“, sagt Bauamtsleiterin Fruzsina Anna Ascherl. Zuvor hatte sie allerdings einen Schock zu überstehen. Als die abgehängte Decke über der ehemaligen Kegelbahn abgenommen wurde, kamen nackte Stahlträger zum Vorschein. Damit der Stahl bei einem Feuer nicht weich wird, muss er durch eine Betonschicht isoliert werden.

Elektrik und Lüftung müssen noch überholt werden

Vorsorglich ließ sie die Konstruktion zunächst durch einen Statiker überprüfen. Der gab grünes Licht: Das Gebäude steht stabil und kann weiter genutzt werden. Inzwischen sind die Träger bereits verkleidet. Allerdings müssen Elektrik und Lüftung noch auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. „Sie entsprechen nicht mehr den heutigen Vorgaben“, sagt Ascherl. Das habe man allerdings erwartet und die Erneuerung bereits im Budget vorgesehen.

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Nicht eingeplant war die Corona-Pandemie, die für zusätzliche Verzögerungen gesorgt hat. Mit den Arbeiten wurde erst im Juni begonnen, und um Infektionen zu vermeiden, darf immer nur eine Firma zurzeit in einem Raum arbeiten. So kann die Bauamtsleiterin auch nicht zusagen, dass die Räume im August wieder genutzt werden können. Das hatte sich Wolfgang Pohlmann, der Vorsitzende des Theoter ut de Möhl, gewünscht. Der Verein möchte möglichst schnell wieder Stücke auf die Bühne bringen und braucht dazu seinen Probenraum.

Schimmel? Gutshauskeller vorsorglich geschlossen

„Vorsorglich geschlossen“ gilt auch für den Keller des Gutshauses. Die Jugendarbeit dort ist zunächst ausgesetzt, berichtete Bürgermeister Rainhard Zug jüngst den Kommunalpolitikern. Es handelt sich um eine Vorsichtsmaßnahme weil Kinder beim Aufenthalt im Gutshauskeller über Unwohlsein geklagt hatten. Nun wird nach der Ursache gesucht, um eine Gefährdung von Kindern und Mitarbeitern auszuschließen. Es könnte Schimmelpilze geben, war ein Verdacht. Allerdings wurden bei einer Messung nur in zwei Räumen leicht erhöhte Werte festgestellt, aber keine Verpilzung gesehen.

Nun soll eine Fachfirma auf die Suche nach der Ursache gehen. Die Räume blieben gesperrt, bis Gesundheitsgefahren ausgeschlossen werden könnten.