"Fuchsbau"

Bau der neuen Glinder Kita am Holstenkamp hat begonnen

19 Module stehen bereits: Bauleiter Jan Plaschke (AHLO Bauunternehmung), Bürgermeister Rainhard Zug und Geschäftsführer Michael Demuth (Bauträger D.R.S., von links) auf der Baustelle.

19 Module stehen bereits: Bauleiter Jan Plaschke (AHLO Bauunternehmung), Bürgermeister Rainhard Zug und Geschäftsführer Michael Demuth (Bauträger D.R.S., von links) auf der Baustelle.

Foto: Imke Kuhlmann

Die "Fuchsbau"-Kinder können im Oktober umziehen. Baustart für ebenfalls geplante Sozialwohnungen ist frühestens am Jahresbeginn 2021.

Glinde. Mit einem Modulsystem wird die neue Kindertagesstätte am Holstenkamp gebaut. 19 der Stahlmodule in zwei Stockwerken stehen bereits. Rund eineinhalb Stunden braucht es, um ein Modul an Ort und Stelle zu verankern. Eine Art Stecksystem macht dies möglich. Danach sind rund 60 Prozent des Baus schon fertig. Unterkonstruktion, Vorbereitung des Sanitärbereichs, Versorgungsschächte und Trockenbau inklusive. Die restlichen 40 Prozent werden danach von lokalen Handwerksfirmen fertig gestellt.

Die Firma ALHO Systembau ist Expertin für diese Art Fertigbau und vor Ort als Bauunternehmen für das Projekt verantwortlich. Rund zwölf Millionen Euro investiert der Bauträger, D.R.S. Bauregie Dresden mit Sitz in Hamburg. Etwa 3,9 Millionen davon gehen inklusive Ausstattung in den Bau der Kindertagesstätte, für den Wohnungsbau sind 8,1 Millionen Euro geplant. 37 sozialgeförderte Wohnungen sollen hier auf einem etwa 3200 Quadratmeter großen Gelände entstehen. Das Areal der Kita umfasst etwa 2700 Quadratmeter.

Fünf Jahre Vorplanung

Das Grundstück wurde vom Investor in Erbpacht übernommen. „Seit fünf Jahren sind wir in der Vorplanung, nun geht es endlich los“, sagte Bürgermeister Rainhard Zug am Freitag bei der Begehung der Baustelle. Die Wohnungen werden auf zwei Gebäude mit je 18 und 19 Wohnungen verteilt, die zwei bis vier-Zimmer und eine Größe von 40 bis 86 Quadratmeter haben. Beide Gebäude sind mit einem Fahrstuhl ausgestattet. 16 der Wohnungen sollen barrierefrei sein.

35 Wohnungen unterliegen bei der Vermietung strengen Einkommensgrenzen gemäß dem ersten Förderweg, bei zwei weiteren Wohnungen wurde nach dem zweiten Förderweg und somit einer möglichen Überschreitung der Einkommensgrenze gefördert. Die Quadratmeterpreise werden entsprechend bei 6,70 Euro und 8,30 Euro liegen.

Anwohner blockiert Wohnungsbau

Nur etwa zehn Prozent des Bedarfs an öffentlich geförderten Wohnungen werden mit diesen 37 Wohnungen in Glinde gedeckt. „Weitere rund 80 öffentlich geförderte Wohnungen sind am Gleisdreieck geplant, wo es leider aufgrund einer Anwohnerklage seit Jahren nicht vorangeht. Und auch am Buchenweg sollen 40 dieser Wohnungen entstehen“, erklärte Glindes Verwaltungschef. Am Holstenkamp ist der Baustart nun für den Jahresbeginn 2021, die Fertigstellung für das Frühjahr 2022 vorgesehen.

Alle Wohnungen werden nach KfW 70 Standard erstellt. Also werden energetisch etwa 30 Prozent weniger Energie verbraucht als bei einem Referenzhaus, das alle Mindestanforderungen, die für einen Neubau gelten, erfüllt. Fensterqualität, Fassadendämmung und Fußbodenheizung sollen dem Rechnung tragen.

Stets Balkon oder Terrasse

Auch eine Küchenmöblierung ist vorgesehen. Alle Wohnungen bekommen einen Balkon oder im Erdgeschoss eine Terrasse. Für sieben von zehn Wohnungen ist ein Stellplatz in der Planung. „Das entspricht dem aktuellen Stellplatzschlüssel beim Wohnungsbau“, erklärte Michael Demuth, Geschäftsführer D.R.S. Elektroparkplätze werden ebenfalls errichtet, wie viele ist allerdings noch offen.

Die Kita, deren Mieterin die Stadt Glinde und Träger die Awo ist, soll nun im Oktober dieses Jahres fertig werden. Dann können sich nach und nach die 80 Kinder nicht nur in den Räumen, sondern auch auf dem etwa 1000 Quadratmeter großen Außengelände der neuen Kita am Holstenkamp tummeln. Eine besondere Attraktion soll der Dachgarten werden, der kindgerecht gesichert wird. Hier sind unter anderem Hochbeete und Mittagspausen im Sommer geplant.

Versorgungsquote bei 100 Prozent

Die Kita Fuchsbau will von der Sönke-Nissen-Allee mit einer Gruppe in den Neubau am Holstenkamp umziehen. Dieser Umzug war eigentlich schon für den Jahresbeginn vorgesehen. Aber der geplante Standort auf dem Gelände war zu nah am Schönningstedter Graben, machte daher Neuplanungen notwendig. Zu einem Versorgungsengpass komme es jedoch nicht, erklärte Ordnungsamtsleiter Bernd Mahns. Im Elementarbereich liege die Versorgungsquote in der Stadt Glinde bei 100 Prozent.