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Reinbek und Glinde erlassen die Kita-Gebühren

Die Lütten der  Glinder Kita Wirbelwind dürfen jetzt nicht mehr gemeinsam spielen.

Die Lütten der  Glinder Kita Wirbelwind dürfen jetzt nicht mehr gemeinsam spielen.

Foto: BGZ

Eltern aufgepasst: Familien sollen die Überweisung für die Kinderbetreuung im April aussetzen. Land stellt Soforthilfe bereit.

Reinbek/Glinde. Die Städte Reinbek und Glinde planen nun nach Oststeinbek ebenfalls den Erlass der Elternbeiträge für die Kinderbetreuung. Wie berichtet, dürfen die Kinder wegen des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus zurzeit nicht mehr in den Kitas betreut werden. Nun hat die schleswig-holsteinische Landesregierung signalisiert, 50 Millionen Euro für die Finanzierung der Elternbeiträge als Soforthilfe bereitstellen zu wollen.

Dies nehmen sowohl Reinbek als auch Glinde zum Anlass, Familien von den Kinderbetreuungskosten freizustellen. „Für April und bis auf Weiteres danach sollen die Eltern ihre Beiträge nicht mehr überweisen“, sagt Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer. „Das Essensgeld wollen wir ab dem ersten Tag erlassen, notfalls rückerstatten.“ Der Landtag wolle die Soforthilfe am 6. Mai absegnen.

Glinde plant eine Sondersitzung der Stadtvertreter

Bisher werden die Betreuungskosten zu einem Drittel von den Eltern, zu einem Drittel von den Kommunen und zu einem weiteren Drittel von Kreis und Land finanziert.

Die Stadt Glinde plant dazu eine Sondersitzung der Stadtvertreter am Dienstag, 7. April, um 19 Uhr im Sportforum Gertrud-Kille (Oher Weg 24).

Die Vorlage für den Beschluss ist bereits mit den Fraktionen abgestimmt: Die Elternbeiträge für alle Betreuungsformen der Stadt – also die Betreuung in den Kindertagesstätten und Horten in städtischer und freier Trägerschaft, die Betreuung durch die Tagespflegemütter und -väter sowie die betreute Grundschulzeit an der Grundschule Tannenweg und die nachmittägliche Betreuung der offenen Ganztagsschulen an der Grundschule Wiesenfeld sowie der Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule – sollen zunächst für den Monat April erlassen werden. Damit geht Glinde noch über die bisher angekündigten Vorhaben des Landes hinaus.

Verwaltungsaufwand so gering wie möglich halten

„Da die Stadtvertretung nicht vor dem April-Termin dieses Vorgehen beschließen kann, bitte ich die Eltern jetzt darum, die Überweisungen für den Monat April auszusetzen oder die Daueraufträge für diesen Monat zu stornieren“, sagt Glindes Bürgermeister Rainhard Zug. Die Stadtverwaltung will ihrerseits nicht abbuchen. Ziel sei es, den Verwaltungsaufwand so gering wird möglich zu halten.

Da die Stadt die Restkostenfinanzierung auch für die freien Träger sicherstellt, regt Bürgermeister Rainhard Zug auch für sie das gleiche Verfahren an. Falls die Schließzeiten über den 19. April hinaus verlängert werden müssen, sollen die Eltern auch weiterhin von den Gebühren befreit werden.