Wegen Corona

Oststeinbek erlässt Eltern die Kita-Gebühren

Eltern sollen für die Zeit, in der die Betreuungseinrichtungen (Symbolbild) geschlossen sind, nicht zahlen müssen.

Eltern sollen für die Zeit, in der die Betreuungseinrichtungen (Symbolbild) geschlossen sind, nicht zahlen müssen.

Foto: Daniel Naupold / dpa

Parteien weitgehend einig. Bürgermeister Hettwer trifft Eilentscheidung. Kosten gehen über Hilfe vom Staat hinaus.

Oststeinbek.  Die Auflagen im Zusammenhang mit der aktuelle Corona-Krise sorgen auch in Oststeinbek für die weitgehende Schließung der Kinderbetreuungseinrichtungen. Die Eltern sollen deswegen nicht zahlen müssen. Die Gebühren für den Monat April und vorbehaltlich des Andauerns der Schließung auch für Mai werden erlassen.

Kindertagesstätten bieten derzeit ausschließlich eine Notbetreuung für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen an. Eine parteiübergreifende Einigkeit veranlasste Bürgermeister Jürgen Hettwer, von seinem Recht auf eine Eilentscheidung Gebrauch zu machen, die angesichts der Dringlichkeit eines Beschlusses notwendig geworden war.

Auch der Ausfall im März soll gutgeschrieben werden

Somit werden die Gebühren für Kindertagesstätten, Tagespflege und Mittagsverpflegung für die kommenden zwei Monate nicht eingezogen. „Die Gebühren für den Ausfall im Monat März sollen den Eltern ebenfalls gut geschrieben werden“, so Hettwer. Eltern, die durch ihre infrastrukturell relevanten Berufe auf eine Notbetreuung ihrer Kinder angewiesen sind, soll diese Leistung beitragsfrei gestellt werden.

Die anfallenden Kosten beliefen sich auf weitaus mehr als das zur Verfügung gestellte monatliche Hilfspaket im Wert von 150.000 Euro. Dennoch will die Gemeinde die Gebühren erlassen.