Glinde

Feuerwehr rettet Obdachlose aus brennender Unterkunft

Feuerwehrleute bei den Nachlöscharbeiten. In dem Zimmer entstand erheblicher Schaden.

Feuerwehrleute bei den Nachlöscharbeiten. In dem Zimmer entstand erheblicher Schaden.

Foto: Christoph Leimig

Einer der Männer schlief noch, als die Feuerwehr am Togohof in Glinde eintraf. Das betroffene Zimmer brannte aus.

Glinde. Bei einem Brand in der Obdachlosenunterkunft am Togohof in Glinde hat die Feuerwehr vier Männer gerettet. Einer von ihnen hatte geschlafen und befand sich im Obergeschoss des Gebäudes. Die Rettungskräfte waren rund zwei Stunden im Einsatz und löschten die Flammen.

Gegen 19.40 Uhr hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Als die ersten Feuerwehrleute an der Einsatzstelle eintrafen, drang an der Rückseite des Hauses Rauch heraus. Sofort holten sie die Bewohner aus dem Gebäude und gingen unter Atemschutz gegen das Feuer vor, das in einem Raum im Erdgeschoss ausgebrochen war.

Vier Männer an Rettungsdienst übergeben

„Keiner der Bewohner wurde verletzt. Wir haben die vier Männer an den Rettungsdienst übergeben“, berichtet André Rheinsberg, Einsatzleiter und stellvertretender Glinder Gemeindewehrführer. 30 Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Rettungsdienstes waren im Einsatz.

Kurzzeitig schlugen Flammen aus den Fenstern in Richtung Dachstuhl, schwärzten die Fassade. Doch den Feuerwehrleuten gelang es, den Brand zu löschen, bevor er sich auf weitere Räume der Unterkunft ausbreiten konnte. Sie warfen kokelndes Mobiliar ins Freie, wo es weiter abgelöscht wurde.

Stadt kümmert sich um Unterbringung

In dem Zimmer entstand durch den Brand ein erheblicher Schaden. Der Putz platzte großflächig ab, die Holzdecke musste teilweise aufgenommen werden. Das Haus, in dem neun Personen gemeldet sind, galt zunächst als unbewohnbar. Die Stadt kümmert sich um die Unterbringung.

Die Brandursache ist noch unklar. Die Kriminalpolizei in Reinbek ermittelt. Sie schätzt den Schaden auf rund 7000 Euro, wird aber noch Rücksprache mit einem Gutachter halten, der das Haus nicht vor dem 2. Januar inspiziert.