Verlosung

Dieses Theater ist „alles andere als normal“

Tänzerin Sandy (Sousan Helmke, sitzend) hat Geburtstag und die anderen bringen ihr ein Ständchen (von links) : Renate Prehn, Monika Siefert, Martina von Bargen, Anke Fritzsch, Giorgio Lops, Hubertus Bräune, Wolfgang Schmitt und Frank Lauterbach.

Tänzerin Sandy (Sousan Helmke, sitzend) hat Geburtstag und die anderen bringen ihr ein Ständchen (von links) : Renate Prehn, Monika Siefert, Martina von Bargen, Anke Fritzsch, Giorgio Lops, Hubertus Bräune, Wolfgang Schmitt und Frank Lauterbach.

Foto: dörte hoffmann / Dörte Hoffmann

Ausverkauft: Leser können jedoch zweimal zwei Karten für neue Komödie der Glinder Melange gewinnen.

Glinde. Was heißt schon normal? In ihrer neuen Komödie „Das Kurhotel – alles andere als normal“, zeigt die Theatergruppe Glinder Melange auf, unter welchen Macken die Gäste leiden. Aber auch das Personal des Sanatoriums hat so seine Probleme.

Karten rasch ausverkauft

Kaum waren die Termine für das neue Stück öffentlich, waren die drei Vorstellungen im Gutshaus Glinde Ende Januar auch schon ausverkauft. „Leider passen nur 50 Zuschauer in den Saal“, erklärte Barbara Bednarz am Sonnabend, als sich die zwölf Darsteller des Stücks unter Anleitung von Wolfgang Schmitt zu Proben im Gutshaus trafen.

Doch mit etwas Glück können unsere Leser zwei Eintrittskarten für die ansonsten ausverkaufe Aufführung am Sonnabend, 25. Januar, um 18 Uhr im Gutshaus, gewinnen.

Ensemble ist eine Erfolgsgeschichte

Das Theaterensemble, das Kathrin Ackermann 2015 als Projekt der Sönke-Nissen-Park Stiftung ins Leben rief, ist eine Erfolgsgeschichte: Entstanden ist die Idee aus einem Workshop über den Ruhestand unter dem Titel „Wenn der Wecker nicht mehr klingelt.“

Daher wurden zuerst als Darsteller auch Menschen ab 50 Jahren gesucht, die anhand ihrer Lebensgeschichte Theater spielen und Szenen improvisieren wollten. Die Resonanz war groß, die Idee entwickelte bald ein Eigenleben.

Schauspieler von 12 bis 81

Im Ensemble sind zwar auch viele Schauspieler im Alter von 50 plus, aber mittlerweile auch junge Mitspieler. Inzwischen sind die Mitglieder zwischen zwölf und 81 Jahren alt, auch daher nennt sich das Ensemble „Glinder Melange“.

Zu den Darstellern gehören etwa Frank Lauterbach, bekannt als Glindes SPD-Fraktionschef und als Vorsitzender des Sozialausschusses. Oder Barbara Bednarz, die nicht nur als FDP-Stadtvertreterin über Glindes Geschicke mit entscheidet. Sie bringt beim „Oma- und Opa-Projekt“ mit der Awo, Familien ohne Großeltern und Menschen der älteren Generation, die keine oder keine Enkel in der Nähe haben, in Patenschaften zusammen.

Aus der Kulisse auf die Bühne

Ursprünglich hatte sie nur bei der Organisation „mitspielen“ wollen. „Eigentlich wollte ich nur hinter der Bühne helfen, jetzt stehe ich als ‘Gerda’ auf der Bühne“, erzählt sie amüsiert. Durch eine kleine Rolle wurde ihr schauspielerisches Talent entdeckt. Ihre „Gerda“ will 14 Tage Wellness machen, leidet unter aufsteigender Hitze.

Aus Glinde kommen indes nicht alle Ensemble-Mitglieder. Da ist Monika Siefert aus Reinbek, die sich lang nicht traute: „Ich muss immer noch mein Herz vorwegwerfen. Aber es macht Spaß.“ Die Wentorferin Sousan Helmke (55) wollte etwas Neues lernen – mit Erfolg. Die Spezialität der Truppe ist es, aus Improvisationen Szenen und eigene Bühnenstücke selbst zu entwickeln.

Psychologin mit Macken

Im „Kurhotel“ werden die Zuschauer auf humorvolle Weise mit menschlichen Unzulänglichkeiten konfrontiert. Mit Rudi und seiner Sexsucht, oder Fritzi, die immer mit dem Rücken zur Wand stehen muss. Dabei ist sie die Psychologin des Kurhotels (Martina von Bargen), die den Patienten helfen soll, ihre Macken zu überwinden.

„Alle Gäste des Kurhotels sind austherapiert und sehen im Sanatorium ihre letzte Rettung“, sagt Wolfgang Schmitt. Er hat den Text geschrieben und spielt selbst mit.

Letzte Rettung Sanatorium

Als Rudi, der als Kölner gern Kölsch redet, kann der gebürtige Aachener sein Rheinisches Temperament einbringen. Patient Dave (Hubertus Bräune) ist Beatle-Fan und antwortet stets mit Songs der Pilzköpfe aus Liverpool. Warum das so ist, findet die Psychologin schließlich heraus.

„In jeder Rolle steckt ein Körnchen Wahrheit“, erklärt Frank Lauterbach, der den Kurdirektor Niemann mimt. Der hat ständig Probleme mit Pflegedienstleiterin Hilde Maus und glaubt, seine Mutter lebe noch. Eine Männergruppe und ein „Ex-Knacki“ spielen weitere Rollen. Die Regie führt Katrin Ackermann.

Körnchen Wahrheit in jeder Rolle

Reservierte Karten können am Mittwoch, 11. Dezember, von 17 bis 19 Uhr bei Barbara Bednarz im Gutshaus, Möllner Landstraße 53, abgeholt werden. Wir verlosen heute, 9. Dezember, zweimal zwei Karten. Rufen Sie an unter 0 13 78/10 11 25 (50 ct./Anruf aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen). Teilnahmebedingungen unter www.bergedorfer-zeitung.de /gewinnspiele. Anrufschluss ist heute um 24 Uhr. Stichwort: „Macken“.