Treff für junge Menschen

Jugendzentrum: Besucher gestalten von Anfang an mit

Nathalie Stadie, Angela Cross und die Leiterin der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Glinde, Charlotte Ridinger, freuen sich auf die Neueröffnung am Oher Weg 24.

Nathalie Stadie, Angela Cross und die Leiterin der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Glinde, Charlotte Ridinger, freuen sich auf die Neueröffnung am Oher Weg 24.

Foto: Thomas Heyen

Neues Jugendzentrum öffnet vorab für Beteiligungsmesse.

Glinde. Das Team der offenen Jugendarbeit in Glinde will seine Klienten möglichst viel mitbestimmen lassen. Deshalb dürfen die jungen Menschen im Alter von zwölf bis 27 Jahren, die sich für das neue, stadtteilübergreifende Jugendzentrum am Schulzentrum (Oher Weg 24) interessieren, an dessen Einrichtung und der Gestaltung künftiger Angebote mitwirken. Gestern gab es eine Beteiligungsmesse.

Die künftigen JUZ-Gäste konnten ihre Wünsche und Vorstellungen zu verschiedenen Bereichen aufschreiben und auch vermerken, in welcher Themengruppe sie an der konkreten Angebotsplanung mitwirken wollen. „Big“ oder „groß und fresh“ lauteten einige niedergeschriebene Kommentare zu den neuen Räumen. Benötigt würden unter anderem Barhocker, Mixer, Reiskocher und „Frittöse“.

Virtuell unterwegs sein

Flavio (13) will in der Gruppe „Spiele, Sport & Gaming“ mitplanen: „Ich spiele gern Computerspiele auf meinem Handy“, sagt er. Im neuen JUZ möchte er am liebsten auf einer X-Box virtuell unterwegs sein, andere Besucher wünschen sich eine Playstation 4. „Eine der vorgeschlagenen Varianten wird es am Ende geben“, sagt die Leiterin der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Glinde, Charlotte Ridinger (46).

Einiges aus dem Bereich „Schöner Wohnen“ ist schon klar: So wird etwa eine orientalische Sitzecke eingerichtet. „Das ist eine Idee von Jugendlichen aus dem offenen Planungsbüro“, sagt Charlotte Ridinger. Seit Anfang November machten sich junge Menschen bei wöchentlichen Treffen Gedanken um ihr neues JUZ. „Nun wollen wir feste Gruppen bilden, die die weitere Planung konkret und zuverlässig vorantreiben“, sagt Charlotte Ridinger.

Nicht nur chillen

In dem Gebäude, in dem bisher eine Gaststätte mit Kegelbahn untergebracht war, soll das offene Jugendangebot untergebracht werden, das es bisher im Jugendzentrum Spinosa im Stadtteil Wiesenfeld gab. „Dort soll es für Jugendliche aber weiterhin themenspezifischen Projekte wie Tanz, Boxen und Möbelbau sowie Angebote für Kinder aus der fußläufigen Umgebung geben“, sagt Ridinger.

Auch im neuen JUZ kann nicht nur gechillt und Tischfußball gespielt werden. Geplant sind Workshops, etwa mit Graffiti-Profi Sebastian „Basti“ Albrecht (32) oder zum Thema alkoholfreie Cocktails mixen. Auch Hilfsangebote in Form niedrigschwelliger Beratung bei Problemen, Raum für Hausaufgaben und Abende zu Themen wie „Umgang mit Finanzen“ oder „Mobbing“ soll es geben.

Zahlreiche Vorschläge für den Namen

Die Eröffnung ist für Freitag, 24. Januar, 14 bis 18 Uhr, geplant. Danach wird das JUZ voraussichtlich an fünf Tagen in der Woche geöffnet sein, auf jeden Fall auch sonnabends von 14 bis etwa 21 Uhr. Neben der studierten Diplom-Pädagogin Ridinger besteht das Jugendarbeit-Team ab dem 2. Januar aus sieben weiteren Betreuern. Im neuen Jugendtreff werden täglich mindestens drei pädagogische Kräfte anwesend sein. Ein Name für die Einrichtung wird noch gesucht. In der Vorschlags-Box sind schon zahlreiche Anregungen gelandet.

Für die komplette Erstausstattung stehen 43.000 Euro zur Verfügung. Der Umbau des Gebäudes hat eine gute Million Euro gekostet.