Weihnachtsbasar

Bummeln für den guten Zweck in Oststeinbek

Jochen Kasch hat allein an einem Wochenende 450 Kekse gebacken. Noel (2 Jahre) und André Bubert (43) bestaunen die Auswahl an selbstgemachten Keksen und Pralinen.

Jochen Kasch hat allein an einem Wochenende 450 Kekse gebacken. Noel (2 Jahre) und André Bubert (43) bestaunen die Auswahl an selbstgemachten Keksen und Pralinen.

Foto: Imke Kuhlmann / BGZ

Auf dem Weihnachtsbasar der Auferstehungskirche Oststeinbek wurden Spenden für Afghanistan, Südafrika sowie die Kinder- und Jugendetage gesammelt.

Oststeinbek. Seit über 40 Jahren gibt es den Weihnachtsbasar im Gemeindehaus der Auferstehungskirche in Oststeinbek, der immer am ersten
Adventssonntag stattfindet. Selbst gebackene Kekse, Armbänder, Lesekissen, Kinderrucksäcke, Adventskerzen, aber auch selbst gemachte Marmelade und gebastelte Grußkarten zieren die Verkaufstische. Schon am Eingang duftet es nach Erbsensuppe und Kaffee. Gleich nach dem Gottesdienst ist der Basar gut frequentiert. „Wir rechnen mit rund 350 Besuchern“, sagt Pastorin Sabine Spirgatis.

Das Organisationsteam besteht aus 20 Ehrenamtlichen. Pastor Thorsten Kelm hält die Fäden in der Hand. Zum Team gehören ebenso die Damen der Kreativwerkstatt „Die flinken Nadeln“. Schon im Januar beginnen sie mit der Produktion eines Großteils der Verkaufsartikel. Vor rund vier Jahren hat sich das Team komplett geändert. Die ältere Generation hat den Basar in die Hände der jüngeren Generation übergeben. Schleichend habe sich das ergeben. „Wir sind froh, dass es in der jüngeren Generation das Engagement für den Basar gibt“, sagt Pastor Kelm. Unter anderem die Suppen und Kuchen wurden nicht nur selbst gemacht, sondern auch komplett gespendet.

Spenden für Afghanistan, Südafrika und die Jugendetage

Der Einsatz für den Weihnachtsbasar dient dem guten Zweck. So wird für Afghanistanschulen, dem Verein zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan, für die Kinder- und Jugendetage der Kirche und für die über 30-jährige Partnerschaft mit Roosboom in Südafrika gesammelt. 40 Prozent der Einnahmen
gehen dorthin. „Wir haben einen Kindergarten gebaut und brauchen nun Geld für einen Wachdienst sowie Essen auf Rädern für ältere, kranke Menschen in Südafrika“, sagt Kelm. Rund 2000 bis
3000 Euro kommen jährlich auf dem Basar zusammen.

Neben dem Verkauf von Waren und Köstlichkeiten unter leuchtenden Lichterketten mit ordentlich Weihnachtsstimmung, gibt es zudem ein Kinderprogramm. Die Kleinen können in der unteren Etage basteln und singen, auch die Erwachsenen trällern am Nachmittag Weihnachtslieder.

Auch jetzt noch Schätze erwerben

Am späteren Nachmittag wird der etwa 1,50 Meter breite Leuchtstern auf der Spitze der großen Tanne vor der Kirche erleuchtet. „Die Feuerwehr hat das Montieren des Sterns in luftiger Höhe gleich mit einer Höhenrettungsübung verbunden“, berichtet Oststeinbeks Pastor. Und daher darf auch die Freiwillige Feuerwehr Oststeinbek nicht fehlen, als um 16 Uhr der Stern feierlich illuminiert wird.

Zum Abschluss eines gelungenen Tages gönnen sich alle Helfer, zu denen auch die Konfirmanden zählen, noch eine Runde mit einem Glas Sekt. Die Pläne für den nächsten Weihnachtsbasar werden dann schon beraten. Wer es am Sonntag nicht geschafft hat den Basar zu besuchen, hat noch während der gesamten Vorweihnachtszeit zu den Öffnungszeiten des Kirchenbüros (Montag und Freitag,
9 bis 12 Uhr; Mittwoch, 8 bis 12 Uhr; Donnerstag, 17.30 bis 19.30 Uhr) die Möglichkeit, im Gemeindesaal, Möllner Landstraße 50, ein paar Schätze zu erwerben.