Sozialwohnungen und Kita

Bebauung am Holstenkamp in Glinde soll im Frühjahr starten

Wo jetzt noch Brachland ist, soll nun wohl ab dem Frühjahr 2020 gebaut werden.

Wo jetzt noch Brachland ist, soll nun wohl ab dem Frühjahr 2020 gebaut werden.

Foto: Ann-Kathrin Schweers / BGZ

Noch fehlen Genehmigungen, aber im September 2020 soll die Kita übergeben werden.

Glinde. Nach monatelangem Hin und Her scheint es nun endlich festzustehen: Im März 2020 sollen die Bauarbeiten am Holstenkamp beginnen. Hier sollen außer einer Kita 37 sozialgeförderte Wohnungen entstehen – so der Plan des Investors, der D.R.S. Bauregie Dresden GmbH mit Sitz in Hamburg.

Einige Wiesenfelder haben beobachtet, dass auf dem Areal am Holstenkamp jetzt Arbeiter mit Geräten unterwegs waren: Eine Flächensondierung auf Kampfmittel wurde beauftragt und konnte abgeschlossen werden. Die letzten Hürden für den Baustart Anfang 2020 sind nun fehlende Baugenehmigungen. Zwar genehmigte die Stadt dem Investor seine Planungen bereits, doch haben die sich mittlerweile teils geändert.

Der Investor hat umgeplant, die Kita rückt nach Süden

Verzögerungen hatte es zuvor immer wieder gegeben, da die Kita laut Zeichnungen zu nah am Schönningstedter Graben stand. Aus wasserschutzrechtlichen Gründen sollte dieser laut Anordnung der Unteren Wasserbehörde des Kreises Stormarn und des Wasser- und Bodenverbandes verrohrt und als Ausgleich wieder entrohrt werden. Die Pläne verwarf D.R.S. Bauregie nun wieder und plante um.

Um die kostenintensive Ver- und Entrohrung zu umgehen, soll die Kita nun etwas weiter nach vorne gebaut werden. „So haben die Kinder auch ein größeres Außengelände“, sagt Michael Demuth, Geschäftsführer von D.R.S. Die Größe bleibt gleich, die Kita soll Platz für 80 Kinder bieten. Demuth hofft, dass der Nachtrag zu dem Bauantrag zeitnah genehmigt wird.

Im September soll die Kita übergeben werden

„Im September möchten wir die Kita an die Stadt Glinde übergeben“, sagt der Investor. Die Kosten für das Projekt Kita schätzt er derzeit auf 3,6 Millionen Euro. Da die Kita ursprünglich im Januar dieses Jahres bezugsfertig sein sollte, müssen sich die Kinder der Awo-Kita Fuchsbau, die aktuell in Container untergebracht ist, deshalb noch etwas gedulden.

Eine der zwei Gruppen soll nämlich in den Neubau umziehen. Zu einem Versorgungsengpass käme es nun jedoch nicht, erklärt Ordnungsamtsleiter Bernd Mahns auf Anfrage. Im Elementarbereich liege die Versorgungsquote in der Stadt Glinde bei 100 Prozent. „Nach der Platzvergabe Anfang 2020 wissen wir, wie hoch der Bedarf ist“, sagt Mahns. Zum 1. August 2020 könnten die Kitaplätze knapp werden, schätzt er. Notfallpläne habe die Verwaltung jedoch im Hinterkopf. Auch die Baugenehmigung für die Containerkita Fuchsbau sei bis zur Fertigstellung am Holstenkamp noch einmal verlängert worden.

Nur noch 37 statt 39 Sozialwohnungen

Für den Bau der Wohnungen liegt dem Investor derzeit keine Kostenschätzung vor. Auch hier gibt es eine kleine Abweichung: Aus Platzgründen sind statt 39 nun nur noch 37 Sozialwohnungen in zwei anstatt drei Gebäuden vorgesehen. Für eines der Gebäude besteht bereits eine Baugenehmigung. Das zweite, überplante und vergrößerte, muss noch abgesegnet werden. Nach Fertigstellung der Kita können die Wohngebäude hochgezogen werden.