Awo Glinde

Renovierung aus heiterem Himmel am Willinghusener Weg

Zur Freude von Hans-Peter Wehlen wird auch der in die Jahre gekommene Sanitärbereich saniert.

Zur Freude von Hans-Peter Wehlen wird auch der in die Jahre gekommene Sanitärbereich saniert.

Foto: Ann-Kathrin Schweers / BGZ

Glinde. Die Awo freut sich über einen neuen Gemeinschaftsraum und Sanitärbereich. Unterdessen herrscht Streit im Vorstand.

Glinde. Endlich tut sich was: Die Glinder Awo freut sich darüber, dass die Vonovia am Willinghusener Weg renoviert. Regelrecht überrumpelt wurden die Ehrenamtlichen um den Vorsitzenden Hans-Peter Wehlen von den beginnenden Arbeiten. Genauso wenig wussten die Stadt und nicht einmal der Gebäudebetreuer von der Vonovia Bescheid. Veranstaltungen der Awo sowie der anderen Vereine, die die Räume nutzen, müssen an andere Örtlichkeiten verlegt werden.

Kurz bevor Hans-Peter Wehlen sich am Donnerstag mit den Vorbereitungen für die Jubiläumsfeier der Awo im Sozialkaufhaus beschäftigte, war er zum Ortstermin am Willinghusener Weg mit dem Gebäudebetreuer der Vonovia verabredet. „Wir sind aus allen Wolken gefallen. Die Arbeiten sollten erst am 14. Oktober beginnen. Aber es waren bereits die Fußböden, Küchenzeile und -tresen raus. Eigentlich sollte hier am 18. September das monatliche Kaffeetrinken stattfinden“, sagt Hans-Peter Wehlen. Das wird nun in Absprache mit der Stadt ins Bürgerhaus verlegt.

Schlechte Koordination der Vonovia

Im Oktober und November treffen sich die Senioren im Gemeinderaum der evangelischen Kirche am Willinghusener Weg. Birgit Kartheuser von der Stadt Glinde muss sich nun darum bemühen, neue Räume für die Veranstaltungen der bis Oktober gut ausgebuchten Gemeinschaftsräume zu finden. „Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Es scheint seitens der Vonovia schlecht koordiniert worden zu sein“, sagt Wehlen.

Zwar hätte der Vorstand des Awo Ortsvereins sich einen planmäßigen Ablauf gewünscht, doch ist die Freude darüber groß, dass es nun losgeht. Die Vonovia sicherte der Stadt zu, Fußböden zu erneuern, Decken, Wände und Beleuchtung instandzusetzen, die Küchenzeile – ohne Geräte – zu erneuern und die gammeligen Sanitäreinrichtungen zu sanieren. Noch im Juli habe die Vonovia wie berichtet keinen Handlungsbedarf im Sanitärbereich gesehen.

Auseinandersetzung um Rücktritt von Peter Barstys

Den Industriespüler muss die Awo jedoch aus der eigenen Kasse zahlen, gegebenenfalls mit Unterstützung anderer Vereine, die die Gemeinschaftsräume nutzen. Am Freitag räumten Ehrenamtlichen von der Awo ihr Geschirr aus. Am 22. November können sie spätestens wieder in die renovierten Räume einziehen.

Unterdessen beschäftigt den Vorstand eine öffentliche Auseinandersetzung um den Rücktritt von Peter Barstys. Am 5. August berichtete unserer Zeitung über den Rücktritt des Zweiten Vorsitzenden Peter Barstys aus gesundheitlichen Gründen. Beim Kaffeenachmittag am 21. August wurden auch die Senioren informiert. „Unmittelbar danach kam Herr Barstys zu mir, sagte mir, er würde das so stehen lassen, auch wenn es nicht der Wahrheit entspräche. Er warf mir mangelndes Rückgrat vor, da ich nicht die wahren Gründe seines Rücktritts genannt hätte“, so Wehlen. Eigentlich hätte der Vorsitzende die nicht verkünden wollen, doch nachdem Barstys sich öffentlich geäußert habe, erklärte Wehlen im Namen des Vorstands, der Rücktritt sei aufgrund von „unüberbrückbaren, persönlichen Differenzen“ nach „respektlosen“ Aussagen Peter Barstys per E-Mail erfolgt und möchte sich nicht weiter äußern. „Ich will diesen Streit nicht“, sagt Hans-Peter Wehlen.

„Es hat keinen Streit gegeben“

Dazu sagt Peter Barstys: „Es ist nicht so, wie Hans-Peter Wehlen es darstellt. Es hat keinen Streit im Vorstand der Awo gegeben.“ Die Aufforderung von Wehlen, einer der beiden müsse den Vorstand aufgrund von Differenzen verlassen, habe ihn unerwartet getroffen. Da er selbst das Amt des Ersten Vorsitzenden nicht wollte, habe er mit dem Rücktritt verhindert, dass „Herr Wehlen sein Amt hinschmeißt und der Ortsverein ohne Vorsitzenden dasteht.“

Ein Nachfolger für Barstys wird im April 2020 gewählt.