Sicherer Schulweg

Gefahr am Kreisverkehr für Glindes Schulkinder

Die SPD Glinde will den Schulweg am Kreisel sicherer machen.

Die SPD Glinde will den Schulweg am Kreisel sicherer machen.

Foto: Frank Tarcikowski

Glinde. Für Kinder ist die Situation auf ihrem Schulweg gefährlich. Denn an Glindes Kreiseln gelten unterschiedliche Vorfahrtsregeln.

Glinde. Der SPD ist der Schulweg besonders der Kinder aus den Wohngebieten Olande und Groothegen nicht sicher genug. „Das Problem ist der Kreisverkehr am Ausgang Olande“, sagt Frank Lauterbach, SPD-Fraktionsvorsitzender. „Denn dieser Kreisverkehr liegt außerhalb der geschlossenen Ortschaft. Dort gilt Tempo 60, und die aus dem Kreisverkehr abbiegenden Autos haben Vorfahrt vor Fußgängern und Radfahrern.“

Doch die Vorfahrtsregelung im nahen Kreisverkehr zwischen Kaposvár-Spange und Holstenkamp ist genau andersherum: Dort haben Fußgänger und Radler Vorrang. Die Kinder aus Olande und Groothegen müssen aber beide Kreisverkehre auf dem Weg zum Schulzentrum Wiesenfeld überqueren. Lauterbach: „Wie soll ein Kind in der ersten Klasse das verstehen? Das verstehen ja selbst viele Autofahrer nicht.“

Unübersichtliche Lage für Kinder

Klaus Willenbücher, Leiter der Grundschule Wiesenfeld sagt dazu: „Die Politiker sprechen mir da aus der Seele. Denn für die Kinder ist es dort unmöglich, die Straße allein zu überqueren. Sie können die Verkehrssituation dort nicht einschätzen.“ Aktuell seien 16 Kinder betroffen, die aus diesem neuen Einzugsgebiet der Grundschule Wiesenfeld kommen. Der Schulleiter geht sogar noch weiter, prangert auch den anderen Kreisverkehr an. „Dort haben die Schüler zwar Vorrang, aber die Autofahrer missachten dies häufig, weil der Kreisel baulich als solcher kaum zu erkennen ist.“ Seine Vorstöße im Rathaus seien bisher vergebens gewesen, sagt Willenbücher.

Bürgermeister Rainhard Zug habe sich laut Frank Lauterbach bisher darauf zurückgezogen, dass die Stadt nichts unternehmen könne, weil der Bereich außerhalb der Ortschaft liege. Gestern war der Bürgermeister wegen einer Erkrankung nicht zu erreichen. Allein mit dem Außenbereich aber will sich die SPD nicht zufriedengeben. Sie beantragt jetzt für den Bauausschuss am Donnerstag, 2. Mai, Möglichkeiten zur Sicherung des Schulwegs zu prüfen. Bei der Lösungsfindung soll der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein mit eingebunden werden. „Wir werden diesen Zustand nicht akzeptieren“, erklärt Frank Lauterbach. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“

Vorschläge: Ampel oder Tempolimit

Die SPD-Genossen haben mehrere Vorschläge: eine Verlegung des Ortsausgangs, einen beidseitigen Ausbau des Fußweges bis zur Ampel vor der Bauwelt, oder auch ein Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde wie etwa im Reinbeker Stadtteil Neuschönningstedt.

Die nächste Sitzung des Bauausschusses am 2. Mai beginnt um 19 Uhr im Bürgerhaus Glinde am Markt 2.