Neue Impulse

Frischer Wind für die Glinder Mühle

Der zweite Vorsitzende Thomas Meyer (v. re.), Vorsitzender Adam Lakiewicz und Kassenwart Thomas Schenk haben viel vor.

Der zweite Vorsitzende Thomas Meyer (v. re.), Vorsitzender Adam Lakiewicz und Kassenwart Thomas Schenk haben viel vor.

Foto: dörte hoffmann / Dörte Hoffmann

Glinde. Adam Lakiewicz, neuer Vereinschef in der Mühle, hofft auf tatkräftige Unterstützung. Denn er will neue Ideen umsetzen.

Glinde. Die Mühle liegt Adam Lakiewicz am Herzen. Er mag das Gebäude, das Museum und überhaupt die ganze Einrichtung am Mühlenteich. „Hier bieten wir Geschichte zum Anfassen“, sagt der neue Vorsitzende des Heimat- und Bürgervereins. Es gefällt ihm, dass er dort Kindern zeigen kann, wie es früher einmal war. Seit zwölf Jahren kümmert er sich als Hausmeister um das historische Bauwerk samt Mühlenstein und Exponaten, das auch als Wahllokal, Vortragsort, Treffpunkt oder für Ausstellungen dient.

So sind im Laufe der Jahre Nähe und Freundschaft zu den Mitgliedern des Vereins und besonders zu seinen Vorgängern entstanden. Wolf-Dieter Bode kennt Adam Lakiewicz noch aus der Zeit, als der mit seinem Heizungsbaubetrieb öfter Aufträge für die Stadt erledigte. Bode war es schließlich auch, der ihn fragte, ob er nicht den Vereinsvorsitz übernehmen möchte, da er sich zurückziehen wolle.

Neue Impulse, Musik und Mobiliar

„Dafür bewundere ich ihn, dass er sich selbst zurücknimmt“, sagt sein Nachfolger. Er freue sich, dass der Vorstand so viel Vertrauen in ihn setzt. Früher seien Bode und Brigitte von Wichert die treibenden Kräfte gewesen. Jetzt hofft Adam Lakiewicz auf viel Unterstützung vom neuen zweiten Vorsitzenden Thomas Meyer und von Kassenwart Thomas Schenk. „Denn Finanzen sind nicht so mein Ding“, räumt der Vater dreier erwachsener Söhne und Opa einer kleiner Enkelin ein.

Dafür hat der 59 Jahre alte Rathausmitarbeiter aber Ideen für neuen Schwung im Verein. Der muss seiner Meinung nach unbedingt jünger und moderner werden. Im Vorstandsteam kamen viele neue Ideen auf. Zuerst will man Kontakt zur neuen Freiwilligenagentur aufnehmen und so neue Leute gewinnen, die sich aktiv engagieren. „Dann müssen wir unbedingt einen Internetzugang für Gäste und Besucher einrichten“, sagt Lakiewicz.

Er will sich zudem an die Schulen wenden, um für Projekte mit der Mühle zu werben. Den festen Veranstaltungen möchte er neue Impulse geben, etwa in Sachen Musik. „Auch das Mobiliar könnte erneuert werden“, findet er. Weil Besucher immer wieder nach Kaffee und Kuchen fragen, denkt er darüber nach, wie man ein kleines Café schaffen kann. Klar sei, um all diese Ideen umzusetzen, brauche er Freiwillige – vor allem Jüngere, die Spaß haben, sich für andere einzusetzen.

Beispielhaftes Engagement

Adam Lakiewicz, der 1986 mit seiner Frau Alice und zwei kleinen Söhnen aus Stettin nach Glinde kam, ist dafür das beste Beispiel. Ihm mache es Freude, sich für seine neue Heimat zu engagieren. Da passt es gut, dass er den Job als Marktleiter, den er 20 Jahre ausübte, abgegeben hat. „Jetzt kann ich mich mit ganzer Kraft dem Heimat- und Bürgerverein widmen“, sagt er. Der seit 28 Jahren für die Stadt tätige Hausmeister, der neben der Mühle auch für Rathaus und Bürgerhaus zuständig ist, lebt heute nur noch mit seiner Frau Alive im kleinen Reihenhaus. Hier wie da gibt es immer etwas zu reparieren. „Ansonsten reisen wir gern“, erzählt er. Sie seien schon überall gewesen, in Thailand, Vietnam oder auf den Malediven. Dies Jahr geht es an den Bodensee.