Neues Freiwilligenbüro

Anlaufstelle fürs Ehrenamt stellt sich vor

Hans-Jürgen Ix (v.li.), Katrin Ackermann, Wolfgang Schuldt und Ralf Reinermann haben die Idee ausgetüftelt.

Hans-Jürgen Ix (v.li.), Katrin Ackermann, Wolfgang Schuldt und Ralf Reinermann haben die Idee ausgetüftelt.

Foto: Susanne Tamm

Glinde. Positive Resonanz bei den Glinder Vereinen und Organisationen: Ihr Bedarf an neuen ehrenamtlichen Mitstreitern ist hoch.

Glinde.  Der Andrang unter den Vereinen ist groß: Als sich das neue Freiwilligenbüro – Koordinations- und Anlaufstelle für das Ehrenamt – jetzt im Gutshaus den gemeinnützigen Vereinen und Organisationen vorstellte, war sogar der Awo-Ortsverein aus Reinbek gekommen. „Ich suche eine Nachfolgerin, die die Ausfahrten für die Awo-Reinbek organisiert“, erzählte Christa Mühlmann. Die 78-Jährige will ihre Aktivitäten herunterfahren.

Die elf Mitstreiter des Freiwilligenbüros unter dem Dach der Sönke-Nissen-Park Stiftung wollen Ehrenamtlichen helfen, die auf sie passenden Aufgaben zu finden. Dazu bieten sie ab 8. Mai jeden Mittwoch eine Sprechstunde von 16 bis 18 Uhr im Gutshaus an. Außerdem haben sie eine mitwachsende Datenbank der Firma FreiNet Online, ein Spezialist für kommunale Datenbanken, eingekauft. Dort können sowohl Vereine, die ein Ehrenamt anbieten oder Mitstreiter für ein Projekt suchen, als auch Menschen, die sich engagieren möchten, ein Formular für ein Gesuch ausfüllen. Dort hat bisher nur der Kunstverein Glinde zwei Gesuche eingestellt (zurzeit unter www.gutshaus-glinde.de/gesucht-gefunden). „Wir freuen uns, dass das Land Schleswig-Holstein und auch das Spendenparlament Reinbek uns großzügig unterstützen“, berichtete Katrin Ackermann und fragte: „Wie finden Sie unsere Idee?“

Ein Gewinn für die ganze Stadt

Die Resonanz war positiv: „Spitze!“, sagte Pastorin Sabine Spirgatis spontan. Und Kirsten Milke, Sprecherin des Kunstvereins, lobte: „Das ist eine tolle Unterstützung.“ Frank Lauterbach, SPD-Fraktionschef und Vorsitzender des Sozialausschusses, urteilte: „Wir haben schon lange kein so engagiert vorbereitetes Projekt gesehen. Wenn das läuft, ist das ein Gewinn für die ganze Stadt.“ Er appellierte an alle Anwesenden: „Macht alle mit, es lohnt sich!“

Eckard Milke, Vorsitzender des Kunstvereins, berichtete: „Vermutlich müssen wir auch unsere Strukturen überdenken. Viele wollen sich nicht mehr so lange festlegen. Wir haben doch alle dieselben Probleme. Während der Form-Art hatten wir fast nur projektbezogene Helfer, sogar beim Aufbau. Keiner wollte Geld dafür haben.“

Angebot gilt zunächst nur für Glinde

Die Reinbeker Awo musste Ackermann jedoch zunächst enttäuschen: „Wir starten erst einmal mit Glinder Vereinen und Organisationen. Denn wir wollen unsere Sache gut machen und uns nicht verzetteln. Wenn sich alles eingespielt hat, können wir überlegen, ob wir mit Reinbek kooperieren.“