Sanierung

Möllner Landstrasse: So umfahren Sie die Baustellen

Foto: HA-Infografik/Frank Hasse / HA

Glinde. Wenn am 1. April die Sanierung der Möllner Landstraße fortgeführt wird, rechnet die Polizei mit „erheblichen Problemen“.

Glinde/Oststeinbek. Autofahrer steht im Süden Stormarns ein staureiches Jahr bevor. Vom 1. April an wird die Möllner Landstraße (L 94) zwischen Glinde und Oststeinbek acht Monate lang saniert. Dafür wird die Hauptverkehrsader, die täglich von bis zu 17.000 Fahrzeugen genutzt wird, bis Dezember abschnittsweise voll gesperrt.

Pendler und Berufskraftfahrer müssen Umwege in Kauf nehmen und die L 94 bestenfalls weiträumig umfahren.

Insbesondere während des ersten Bauabschnitts rechnet die Polizei mit „erheblichen Problemen“ auf der Umleitungsstrecke. Der erste Abschnitt auf Glinder Gebiet ist rund 1,8 Kilometer lang, erstreckt sich von K 80 bis Oher Weg. Vom 1. bis zum 14. Juli wird dort gebaut. In dieser Zeit werden auch die Rampen von und auf die K 80 saniert: Die Anschlussstelle ist gesperrt.

Enge Abstimmung mit Hamburg nötig

Autofahrer, die nach Glinde, Oststeinbek oder Neuschönningstedt wollen, müssen die Reinbeker Ausfahrt nehmen und über die Sachenwaldstraße nach Neuschönningstedt oder Glinde fahren. „Die K 80 ist zu den Hauptverkehrszeiten jetzt schon voll, es wird sich dort stauen, weil auch der Verflechtungsstreifen zwischen der A 24 und der Glinder Ausfahrt saniert wird und gesperrt ist“, sagt Axel Schindler, Chef der Polizeistation. Zudem fürchtet er, dass es auf der Avenue St. Sebastien eng wird, die als Umleitung ausgewiesen wird. Um die Situation dort etwas zu entschärfen, werden laut Schindler Ampeln anders geschaltet.

Sind die Arbeiten dieses Bauabschnitts abgeschlossen, geht es am 15. Juli auf dem nächsten weiter. Von der Kreuzung Oher Weg bis zum Papendieker Red­der wird die Straße saniert. Bis 11. August sollen die Arbeiten auf dem rund einem Kilometer langen Abschnitt dauern. Autofahrer, die dann von der K 80 nach Oststeinbek wollen, werden weiträumig über Stemwarder Landesstraße und Papendieker Redder umgeleitet.

Die Polizei geht davon aus, dass der Verkehr auf dieser Strecke größtenteils gut fließen wird. Ist dieser Abschnitt saniert, haben Anwohner und Pendler drei Wochen freie Fahrt. Am 2. September rollen die Bagger wieder an, um den dritten Abschnitt auf Oststeinbeker Gebiet zu erneuern.

Im Sommer ist ganze drei Wochen Pause

„Der Baubeginn soll nach enger Abstimmung mit den Hamburger Kollegen erst nach der Sanierung des Binnenfeldredders erfolgen“, sagt Jens Sommerburg, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV). Die Möllner Landstraße in Oststeinbek und der Binnenfeldredder in Lohbrügge sind wichtige Einfallstraßen zwischen Stormarn und Hamburg. Die K 80 wird auf Hamburger Gebiet zum Binnfeldredder. Die Sanierung soll Ende August abgeschlossen sein.

Der LBV hat die Straßensanierung mit den Verantwortlichen in Hamburg abgestimmt. So sollen die Arbeiten auf dem vierten und letzten Bauabschnitt von der Stormarnstraße bis zur Hamburger Grenze erst im Juli 2021 beginnen. Zuvor wird die Anschlussstelle Billstedt saniert, die die A 1 und die B 5 in Hamburg verbindet. Liefen beide Bauprojekte parallel, würde den Umleitungsstrecken der Verkehrskollaps drohen.

Auch die Einteilung der einzelnen Bauabschnitte sei nach Absprachen erfolgt. Neben den Umleitungen spielten unter anderem Busverbindungen eine Rolle. Ebenso die Anlieger, die ihre Grundstücke größtenteils erreichen können sollen. So habe sich der LBV auch dafür entscheiden, aus vier Bauabschnitten fünf zu machen, und hat den nun anstehenden zweiten nochmals in 2a und 2b geteilt.

Im vergangenen Jahr wurde bereits der erste Abschnitt der L 94 erneuert. Zwischen Witzhave (A 24) und Neuschönning­stedt wurden 5,4 Kilometer Straße erneuert. Rund 1,7 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet. Die Arbeiten auf den Bauabschnitten 2a und b sowie dem dritten sind zusammen rund 3,2 Millionen Euro veranschlagt. Für den letzten Abschnitt rechnet der LBV mit Kosten von 1,5 Millionen Euro.

Arbeiten an Radwegen und Wasserleitungen

Neben der Erneuerung der Straße werden zudem die an der Fahrbahn verlaufenden Radwege saniert. Zudem wird in Glinde eine Linksabbiegerspur in den Havighorster Weg gebaut, in Oststeinbek wird die Busbucht an der Straße Meienhop ausgebaut. Auch die Brücke über die K 80 wird saniert. „Hinzu kommt, dass Hamburg Wasser in einigen Abschnitten die Trinkwasserleitungen erneuert“, sagt Jens Sommerburg.

Für Anlieger bedeutet dies, dass auf einzelnen Bauabschnitten an mehreren Stellen gleichzeitig gearbeitet wird. Zum einen wird die Straße teils voll gesperrt und saniert. An anderer Stelle erneuert Hamburg Wasser Leitungen. Dafür muss die Straße halbseitig gesperrt werden. Eine Ampel soll dann den Verkehr regeln. Weil Anlieger während der Bauarbeiten auf die umliegenden Straßen ausweichen müssen, wird es dort Halteverbote geben.