öffentlichkeitsarbeit

Bürgermeister wirbt für Glinde-App

Glinde.  Für eine Glinde-App machte sich jetzt Bürgermeister Rainhard Zug im Hauptausschuss stark. Er präsentierte den Politikern seine Vorstellung von einer Verbesserung der Kommunikation zwischen Rathaus und Bevölkerung. „Wir nutzen bereits viele Kommunikationskanäle“, erläuterte der Verwaltungschef. „Trotzdem sagen viele Bürger, sie fühlen sich nicht informiert, nicht ausreichend mitgenommen.“

Daher will er zwei Kommunikationskanäle hinzufügen: Zuerst möchte er in einem Anzeigenblatt mit hoher Auflage einmal im Monat eine Seite kaufen, um sowohl der Verwaltung als auch den vier Fraktionen Raum zu geben, sich öffentlich zu äußern.

Zweitens möchte er eine Glinde-App entwickeln lassen. „Dort könnten wir alle Informationen der Glinde-Homepage und des Allris-Informationssystems bündeln und auf die Mobiltelefone und Tablets der Menschen bringen, beispielsweise auch über Push-Nachrichten.“ Die Entwicklungskosten schätzt er auf bis zu 40.000 Euro, die Kosten für eine Anzeige auf bis zu 1500 Euro.

Die App kommt bei Politik an

FDP-Fraktionschef Thomas Kopsch sagte, er würde eine App unterstützen, mahnte aber gleichzeitig an, die alten Medien nicht zu vergessen. Er regte an, auch Vereine und Verbände mit aufzunehmen. Frank Lauterbach (SPD) hatte die Idee, jedes Quartal ein kommunales Blatt aufzulegen. Petra Grüner (Grüne) lobte beide Ideen, während Lars Nilson (CDU) die App favorisiert.

Ebenso wie Jan Schwartz (Grüne) war er noch skeptisch, was die Anzeige angeht. „Der Gedanke ist gut, aber ob wir uns wieder in Wahlkampfmanier darstellen sollten? Ich weiß nicht“, sagte Schwartz zweifelnd. Am 19. Februar will das Gremium über das Thema beraten.