Glinde.

Abschied vom Tannenbaum

Familienfest bei der Jugendfeuerwehr

Glinde.  Kostenlos bot die Jugendfeuerwehr jetzt das Schreddern der ausgedienten Tannenbäume auf dem Feuerwehrgelände an. Rund 200 Bäume haben die Jugendlichen durch den Häcksler geschoben. Im Schnitt ist der Tannenbaum aus Glinder Wohnzimmern 1,50 Meter groß. Die meisten Besucher kamen aus der Nähe und daher zu Fuß. Vor allem Familien nutzten die Gelegenheit, ihren Tannenbaum zu verabschieden.

Bei Glühwein, Kinderpunsch, Kakao und Kaffee sowie Erbsensuppe, Bratwurst und Waffeln konnten sich die Besucher stärken und zuschauen, wie die Bäume zu Schreddergut, auch Hackschnitzel genannt, wurden. „Einige wenige Besucher kommen sogar ohne Baum“, sagte Jugendwart Dieter Rohde. Für die Kleinsten war in der Gerätehalle zudem eine große Hüpfburg aufgebaut.

„Mit der Aktion möchten wir Abwechslung anbieten. Denn zu Jahresbeginn ist es immer ruhig im Ort“, erläuterte Dieter Rohde. Das Wetter bot zwar nicht die besten Voraussetzungen für ein Familienfest, doch die Jugendlichen hatten genug zu tun: Einen Baum nach dem anderen zogen sie durch den Häcksler. Das Schreddergut wird auf dem Friedhof mit Kompost gemischt und für Beete genutzt. Moritz, Jacob, Justus (alle 12) und Ben (13) schnitten noch sperrige Zweige ab, bevor sie sie in die Maschine steckten.

„Ich finde die Feuerwehr einfach klasse. Das macht hier richtig Spaß“, sagte Jacob. Die Nachwuchsfeuerwehrleute hatten alles im Griff und boten neben dem Zerkleinern der ausgedienten Weihnachtsbäume zudem das Stockbrotbacken am offenen Lagerfeuer an. Lilly, Lara und Evelyn (alle 15) passten auf, dass dabei nichts schiefging. „Es ist schön, dass die Kinder hierherkommen“, sagte Lara.

Seit 40 Jahren gibt es die Jugendwehr Glinde. „Wir haben zwar keinen Nachwuchsmangel, dennoch dienen diese Aktionen auch dazu, junge Leute für die Feuerwehr zu interessieren“, weiß der Jugendwart. 15 Jugendliche starten dieses Jahr bei der Jugendwehr. Zwischen zwölf und 18 Jahren alt dürfen sie sein. Alle zwei Wochen montags wird geübt, Reisen und Ausflüge gehören ebenso ins Programm. „70 Prozent unserer Aktiven kommen aus der Jugendfeuerwehr“, sagt Dieter Rohde.