Oststeinbek

In der Kinder-und Jugendetage wird wieder getobt

Räume im Gemeindehausnach Überschwemmung wieder bezogen – Große Spenden- und Hilfsbereitschaft

Oststeinbek. . Endlich ist die neue große Weichbodenmatte für die Kinder- und Jugendetage der Auferstehungsgemeinde eingetroffen. Sie war, wie die großen Schaumstoffwürfel, der Favorit aller Kinder. Beide waren vom extremen Unwetter am Himmelfahrtstag 2018 zerstört worden. Jetzt können die Kinder im Untergeschoss des Gemeindehauses an der Möllner Landstraße wieder toben.

Am 10. Mai 2018 holte Jugenddiakonin Ines Hombach ein Anruf von Pastor Thorsten Kelm aus dem Feiertag: Er berichtete, dass extremer Starkregen die Kinder- und Jugendetage überflutet hatte. Zu allem Unglück war in der Nachbarschaft ein Heizungstank im Keller umgekippt, sodass das Wasser auch noch kontaminiert war. „Ich war schnell vor Ort“, erinnert sich Ines Hombach. „Zum Glück waren schon viele Helfer aus der Gemeinde da und schippten gemeinsam mit mir. Außerdem hatten wir einen Trocken-Nass-Staubsauger, mit dem wir das verunreinigte Wasser aufnehmen konnten.“

Dennoch war vieles zerstört worden: Sämtliche Textilien, zudem die Teppiche, Sofas, Polster, der Kaufmannsladen, die Spielwürfel und die Matte musste die Gemeinde entsorgen. Zum Glück gab es keine Bakterien oder Kontaminationen im Boden. Eine Fachfirma hat Löcher in den Boden gebohrt und mit Schläuchen die Feuchtigkeit nach draußen gepumpt. Und im Keller liefen rund um die Uhr Trocknungsgeräte.

„Der Mutter-Kind-Treff und alle anderen Gruppen mussten bis Juni ausfallen“, berichtet Hombach. Nach den Sommerferien seien die Gruppen zunächst in die Räume im Erdgeschoss ausgewichen. Im November konnte eine Firma das Untergeschoss von Grund auf reinigen.

„Einige Vollholzmöbel konnten wir behalten“, berichtet die Jugenddiakonin. „Dann gab es eine hohe Spendenbereitschaft: Wir haben von der Grundschule Matten bekommen, eine Oststeinbekerin hat uns einen Kaufmannsladen aus Vollholz geschenkt, ein Puppenhaus und Sofas wurden uns auch gespendet.“ Schließlich konnten mit Geldspenden auch noch die 620 Euro-teure Tobematte, einige Schränke, eine Musikanlage und ein Tisch angeschafft werden. Zwei Mütter haben beim Einrichten geholfen. „Die Matte ist der Traum aller Kinder“, weiß Hombach. „Und vielleicht haben wir auch bald genug Geld beisammen, um noch die verloren gegangenen Würfel neu anzuschaffen.“

Magdalena Riebesel, die mit ihrem zehn Wochen alten Sohn Johannes zu den Treffen kommt, sagt. „Das wäre toll, mein Fünfjähriger war so traurig, als er hörte, dass die Würfel weg sind.“ Die Eltern-Kind-Gruppe trifft sich jetzt wieder freitags zwischen 9 und 11 Uhr in der Etage, das nächste Mal wieder am 11. Januar.