Glinde/Oststeinbek.

Das planen Glinde und Oststeinbek

Agenda 2019 Kommunen holen die Bürger für ihre Zukunftsplanung mit ins Boot

Glinde/Oststeinbek.  Die Gestaltung der Stadtmitte (1) beschäftigt Glindes Verwaltung, Politik und die Bürger: Bereits in zwei Workshops haben sie Ideen zusammengetragen. Ende Januar soll es weitergehen. Schon jetzt deuten sich einschneidende Veränderungen an, so ein Busbahnhof im Westen des Marktplatzes, die Verschmälerung der Möllner Landstraße oder die Öffnung des Marktplatzes im Nordosten zum Engelspark. Die Anregungen müssen mit den Eigentümern noch besprochen werden. Stimmt die Politik zu, hätte die Stadt freie Bahn für den Busbahnhof: Glinde ist selbst Eigentümerin des Parkplatzes neben dem Marktplatz. Auch eine Bebauung oder Parkpaletten sind im Gespräch.

Die Sanierung der Möllner Landstraße (2) wird die Stadt ebenso wie den Nachbarn Oststeinbek beeinträchtigen. Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) will die Landesstraße 94 sanieren. Geplant ist die Erneuerung der Decke ab der K 80 in Richtung Westen von April an. Die ersten 1,85 Kilometer sollen im Juli fertig sein. Dafür wird die L 94 abschnittsweise voll gesperrt.

Auch Oststeinbek hat seine Zukunft in einem Bürger-Workshop angepackt. Nach der Auslegung des Entwurfs für den neuen Flächennutzungsplan arbeitet ein Planer nun Anregungen und Kritik ein. Das Land hat der Politik nahegelegt, eine weitere Potenzialfläche fürs Wohnen freizugeben. Auch ein neues Mobilitäts- sowie ein Klimaschutzkonzept samt Vorsorge gegen wachsende Regenmengen werden noch entwickelt.


3. Brandschutz im Bürgerhaus
Im Januar/Februar erwartet Glinde die Baugenehmigung des Kreises für die Erneuerung des Brandschutzes im Bürgerhaus. Gesamtkosten: 375.000 Euro. 75.000 Euro Mehrkosten hat die Politik jetzt bewilligt.
4.
Golfhotel mit Wellness-Bad
Für das Golfhotel mit 130 Zimmern samt Wohlfühltempel auf 9500 Quadratmetern wurde 2018 endlich ein Kölner Investor gefunden. Der Bau soll im Herbst 2019 starten. Bauzeit: etwa zwei Jahre. 2020 will der Betrieb mit 70.000 Übernachtungen im Jahr starten.


5. Bauprojekt Altes Gleisdreieck
Eigentlich sollte es im Sommer 2017 losgehen: Doch eine Bürgerinitiative gegen die Bebauung der Grünfläche Am Sportplatz bremst das Projekt „Altes Gleisdreieck“ aus. Beim Oberverwaltungsgericht Schleswig ist eine Normenkontrollklage anhängig. Geprüft werden soll, ob die Stadt das Areal unter Wert an das Unternehmen Semmelhaack verkauft hat. Noch gibt es nicht einmal einen Anhörungstermin. Das Hauptverfahren lässt auf sich warten, somit auch der Baustart für 30 Reihen- und Doppelhäuser und 118 Wohnungen (62 davon öffentlich gefördert).


6. Sanierung der Sporthallen
und Umbau der Jever Deel

Die auch energetische Sanierung der Halle II und der Umbau der einstigen Jever Deel zum Jugendzentrum sind so gut wie fertig. Für März ist die Übergabe geplant. Im Anschluss kann auch die Schadstoffsanierung und die energetische Sanierung der Halle I beginnen. Ob der Kostenplan (8,2 Millionen Euro) eingehalten wird, ist noch nicht sicher.

7. Bauhofneubau
Mit dem Bauhof, den der Zweckverband Südstormarn für die Stadt an der Berliner Straße 2018 errichtet, läuft alles nach Plan. Er investiert dort 2,8 Millionen Euro. Der Rohbau ist fertig, Anfang April wird Glinde dort Mieterin.


8. Gemeinschaftsschule Wiesenfeld
Nach sechs Jahren Großbaustelle soll die Gemeinschaftsschule Wiesenfeld 2019 fertig werden: Noch fehlen die Brücke zwischen Unterstufen- und Hauptgebäude und eine neue Mediathek. Noch realisiert werden müssen auch die Schadstoffsanierung und der Umzug des Lehrerzimmers.


9. Sozialwohnungen am Rotdornweg
Für den Ersatz der Awo-Kita Fuchsbau und 39 neue Sozialwohnungen zwischen Rotdorn- und Weißdornweg hofft die Stadt jederzeit auf den Baustart. Die Verrohrung des etwa 5000 Quadratmeter großen Areals bereitete dem Investor D.R.S. Bauregie Dresden Probleme. Die sind gelöst.
10. Schule Sönke Nissen
Neu aufgestellt hat sich die Gemeinschaftsschule Sönke Nissen: Sie hat das Schulfeedback des Landes absolviert, ihr DAZ-Zentrum („Deutsch als Zweitsprache“) an die Gemeinschaftsschule Wiesenfeld abgegeben. Wie alle Glinder Schulen unterzieht sie sich 2019 der Medienentwicklungsplanung des Landes. Ziel: den Raumbedarf und ein Medienkonzept erarbeiten. Danach kann die Schadstoff- und Brandschutzsanierung am Oher Weg beginnen, die bis 2021 umgesetzt sein soll. Kosten: 8,9 Millionen Euro.


11. Ausbau Blockhorner Allee
Sobald das Wetter mitspielt, beginnt der Ausbau der Blockhorner Allee samt Gehwegen. Die nötigen 710.000 Euro zahlt der Steuerzahler.


12. Seniorenwohnungen I
Das Projekt der Theodor-Semmelhaack-Stiftung in Kooperation mit dem Bismarck-Seniorenstift für 80 betreute Wohnungen an der Brückenstraße soll noch 2019 Baureife erreichen. Um die Hochwassergefahr dort zu mindern, wird ein Gebäude aufgeständert und Richtung Westen versetzt.


13. SeniorenwohnungenII
Für das zweite Vorhaben mit 90 barrierefreien Wohnungen zwischen den Straßen Willinghusener Weg und Hansetor hofft Oststeinbeks Bürgermeister Jürgen Hettwer auf die Baugenehmigung ebenfalls Ende 2019, Anfang 2020.
14. Gewerbeerweiterung
Direkt neben dem Senioren-Projekt von Hans-Egon Wulf am Willinghusener Weg wird das Gewerbegebiet erweitert. Laut Bürgermeister sichern die Büros und Dienstleister Oststeinbeks finanzielle Zukunft. Die Verwaltung arbeitet jetzt am ersten B-Planentwurf, der 2019 ausgelegt werden soll.


15. Neue Grundschule
Die neue Grundschule zwischen den Tennis-, den OSV-Sportplätzen und der Smaalkoppel soll bis zu 450 Schülern Raum zum Lernen bieten. Der Architektenvertrag mit dem Büro „ppp“ ist unterschrieben. Aktuell wird ein Planer für Statik und Tiefbau gesucht. Erste Aufträge für das 20 Millionen schwere Gesamtprojekt werden 2020 vergeben.


16. Bauprojekt zwischen Postweg und Möllner Landstraße
Für das Areal zwischen Postweg und Möllner Landstraße wird Anfang 2019 der Entwurf für den Bebauungsplan ausgelegt. Der schreibt Reihenhäuser und eine niedrige Bauhöhe vor. Oststeinbek reagiert so auf Kritik der Anwohner, die in den B-Plan mit einfließt.


17. Ortsmitte in Havighorst
Freiwillige Feuerwehr und Bauhof sollen über die Straße auf ein etwa 8400 Quadratmeter großes Areal umziehen, das sich die Gemeinde gesichert hat. 2019 beauftragt sie einen Bodengutachter und einen Architekten. Der Baustart muss wegen des Schulprojekts noch bis 2021 warten.