Oststeinbek.

Noch immer zu wenig Krippenplätze

Acht Kinder sind unversorgt – Umwidmung von Elementar- und Hortgruppe soll Entlastung schaffen

Oststeinbek.  Trotz aller Mühe, die sich Politik und Gemeinde-verwaltung gegeben haben, wird es auch weiterhin bei der Betreuung von Krippenkindern in Oststeinbek Engpässe geben. Darüber informierte Bürgermeister Jürgen Hettwer jetzt die Mitglieder des Kultur-, Sozial- und Jugendausschusses. Das Defizit sei mit acht Plätzen nicht dramatisch. Eine Umwandlung soll Abhilfe schaffen, bis zunächst die neue Schule gebaut und wenn nötig auf dem Gelände der Helmut-Landt-Grundschule ein zentrales Kinder- und Jugendbetreuungshaus entstehen kann.

Die Verwaltung schlug vor, in der Kita Gerberstraße aus einer Elementar- eine Krippengruppe zu machen. Im Sommer 2019 könne zudem aus einer Hortgruppe eine Krippengruppe geschaffen werden. Die Kosten bezifferte Hettwer mit zusätzlichen 168.000 Euro bedingt durch einen höheren Personalschlüssel. „Das sind uns die Kinder wert. Aber es ist schwer und teuer, hier mehr Plätze als nötig vorzuhalten“, betonte er. Zurzeit sei der Bedarf an Betreuungsplätzen im zweiten und dritten Lebensjahr um fast fünf Prozent gestiegen. Aber kalkulierbar sei die Entwicklung im Gegensatz zum Beispiel zu Hortplätzen nicht.

Im Sommer 2019 Engpässe im Elementarbereich

Hettwer wollte nicht ausschließen, dass es durch die Umverlegung zum Ende des Kindergartenjahres zu Engpässen im Elementarbereich kommen könnte. „Dann müssen wir mit der Überbelegung von zwei, maximal fünf Kindern pro Gruppe arbeiten“, sagte der Bürgermeister.

Ausschusschef Matthias Prall (SPD) fragte nach, ob die neue Tagespflege „wild und wunderbar“ um zehn Plätze erweiterbar sei. „Es muss noch geprüft werden, ob das baulich möglich ist“, so Hettwer. Derzeit seien dort noch vier Plätze frei. Aber darüber hinaus seien die acht Kinder unversorgt. „Wir werden aber zum Sommer alle Register ziehen“, so Hettwer.

In jedem Fall sei es dankenswert, dass die Kita Gerberstraße so mitziehe, darin waren sich Sabine Huss-Reichelt (SPD), Gisela Frien (CDU) und Karl Gawlowicz (OWG) einig. Die Sorge von Thomas Rix (CDU), ob denn genügend Personal für die Krippengruppen vorhanden sei, konnte Hettwer entkräften: „Lediglich in der Kita Meessen sind ein bis zwei Stellen unbesetzt.“

Die Ausschussmitglieder forderten, die Tagespflege „wild und wunderbar“ in jedem Fall zu stärken und dafür zu sorgen, dass sie nicht abwandere. „Das ist der politische Wille“, unterstrich Prall.