Fischfütterung

Wasserstand im Glinder Mühlenteich so niedrig wie selten

Angelvereinsvorsitzender Markus Berg

Angelvereinsvorsitzender Markus Berg

Foto: BGZ / Undine Gerullis

Glinde. Der Angelsportverein füttert jetzt zu, damit die Fische überleben. Denn der niedrige Wasserstand schränkt die Futtermenge ein.

Glinde.  Für Markus Berg, Vorsitzender des Glinder Angelsportvereins von 1981, war 2018 kein gutes Angeljahr. Nicht einmal hat der 39-jährige Glinder seine Angel in den Mühlenteich gehalten. Zum einen, weil er beruflich sehr eingespannt ist, zum anderen, weil er die Fische nicht noch mehr stressen wollte. „Die langanhaltende Hitze und die Trockenheit hat sie schon mehr als genug belastet“, sagt der Fischexperte. Die Hitze ist zwar vorbei, doch die Folgen sind noch zu spüren.

Der Mühlenteich hat mit rund 80 Zentimetern einen so niedrigen Wasserstand wie schon lange nicht mehr. Teile des Ufers liegen frei. Somit kommt die Vergangenheit ans Licht, als der Mühlenteich noch als Kieskuhle diente und dann mit Bauschutt aus einer Hamburger Baustelle, darunter Betonteile und Felssteine. aufgefüllt wurde.

Weniger Wasser, weniger Futter

Das allerdings bereitet Markus Berg weniger Sorgen als die Tatsache, dass eine kleinere Wasseroberfläche auch weniger Futter für die Rotaugen, Schleien, Brassen und Karpfen bedeutet. Deswegen hat der Verein jetzt auch mit dem Zufüttern von Mais und Getreide begonnen, besonders in den beiden kleineren Fischteichen, die im hinteren Bereich an den Mühlenteich grenzen. Alle drei Teiche hat der Verein von der Stadt gepachtet. Hier darf nur derjenige seine Angel hinein halten, der Mitglied ist oder beim Verein eine Tageskarte für zehn Euro erworben hat.

Aufgrund des geringeren Nahrungsangebots drückt Berg jetzt auch ein Auge zu, wenn Spaziergänger – wie auf den Schildern zu lesen – verbotenerweise die Enten füttern. „In guten Nahrungszeiten lassen die Fische die Brotkrümel liegen. Die gammeln dann im Wasser, vermindern dessen Qualität“, sagt Berg.

Sauerstoffgehalt auf Normalniveau

Das derzeit eingeschränkte Nahrungsangebot ist das eine Problem, der verminderte Sauerstoffgehalt nach einer langen Hitzeperiode wie diesen Sommer ist das andere. Bei einer Wassertemperatur von 28 Grad hat das Wasser nur noch ein Drittel seines Sauerstoffgehalts. So werden die Fische inaktiv. Setzt dann noch ein plötzlicher Starkregen ein und spült Dreck in die Gewässer, wird der Gehalt weiter reduziert, beginnt das Sterben. „Glücklicherweise wurden wir davon verschont, auch weil die Feuerwehr zweimal zur Hilfe kam und das Wasser in den kleineren Teichen mit Pumpen umgeschichtet hat“, sagt Berg. Er ist froh, dass der Sommer vorbei ist, Herbstwinde eingesetzt haben, der Sauerstoffgehalt wieder auf Normalniveau ist.

Mit dem Herbst beginnt auch das Raubfischangeln. Raubfische gibt es in den Teichen genug. Wie eine Zählung vor einigen Jahren ergeben hat, tummeln sich hier viele Hechte, Zander und Barsche.

Treffen am ersten Sonntag im Monat

Wer mehr über das Angeln erfahren möchte, ist herzlich am Sonntag, 4. November, beim Frühschoppen von 10 bis 13 Uhr im Vereinsheim (auf dem Parkplatz gegenüber des Mühlenteichs) willkommen. Eine Mitgliedschaft im Verein kostet 90 Euro, Kinder ab zehn Jahren dürfen einen Angelschein machen.