Projektanträge bei der AktivRegion

20 Ladesäulen sind das Ziel

E-Werk beantragt EU-Förderung

Oststeinbek.  Elektroautos können künftig möglicherweise im Gewerbegebiet nahe dem Ostkreuz-Center im Schnellverfahren Strom tanken. Denn das E-Werk Sachsenwald hat bei der Aktivregion Sieker Land Sachsenwald einen Zuschuss beantragt. Das E-Werk stellt während der öffentlichen Vorstandssitzung am heutigen Mittwoch das Projekt vor.

Dann diskutiert der Vorstand darüber und fasst einen Beschluss, ob die E-Werk-Sachsenwald GmbH auf die Zuwendung in Höhe von 29 600 Euro aus Mitteln des Zukunftsprogramms Ländlicher Raum der Europäischen Union und des Landes Schleswig-Holstein hoffen kann. Das Vorhaben passt zu dem Kernthema „Sieker Land Sachsenwald ist nachhaltig mobil“ und schließt sich an ein bereits abgeschlossenes Projekt der Aktivregion an, bei dem bereits sechs E-Ladesäulen des E-Werks in Kommunen wie Oststeinbek, Glinde und Barsbüttel errichtet wurden.

Bisher hat das E-Werk in der Region zwölf Ladesäulen aufstellen lassen. Acht sollen noch hinzukommen. Die herkömmlichen Modelle verfügen alle über eine Leistung von 22 Kilowatt, die neue hingegen über 50 Kilowatt. „Sie ist für den Betrieb in Autobahnnähe gedacht“, erläutert Norbert Brox, beim E-Werk Leiter des Haushaltskundenvertriebs, der sich den Schwerpunkt Ladesäulen-Netz selbst erarbeitet hat. „Der angestrebte Standort ist nur einen Steinwurf von der A 1 entfernt.“

Laut Norbert Brox ist die neue Ladesäule mit drei integrierten Kabeln für jedes Elektrofahrzeug geeignet. Es gibt drei Technologien auf dem Markt: ChadeMO, CCS (Combined Charging System) und Typ2.

2017 gab es laut Kraftfahrbundesamt bundesweit 25 000 Elektro-Fahrzeuge. Norbert Brox sieht aber sukzessive Entwicklungschancen für diese Form der Antriebsenergie. „Die Anfragen sind sehr gestiegen“, hat er beobachtet. Das E-Werk berate, empfehle aber keine Hersteller.

Während der Sitzung informiert sich der Vorstand auch über den aktuellen Stand eingereichter Projekte, etwa „Jugend gestaltet nachhaltige Zukunft“ oder auch das geplante Kampfsportdojo im Untergeschoss des TSV Glinde. Die Sitzung beginnt um 16 Uhr im Bürgersaal im „Kratzmannschen Hof“ in Oststeinbek (Möllner Landstraße 22).

Die 22 Aktivregionen in Schleswig-Holstein vergeben unter verschiedenen Schwerpunkten Zuschüsse der EU für Projekte zur Erschließung ländlicher Räume. Ausdrücklich sind Anträge für Projekte von Privatpersonen erwünscht. Antragsteller können sich vom Büro Inspektour eingehend beraten lassen. Nähere Informationen im Internet unter www.sieker-land-sachsen wald.de.