Glinde

Wer will sich auch für Alte einsetzen?

Seniorenbeirat sucht Kandidaten

Glinde.  Petra Palfi (67) und Rainer Pfarr (65) vom Seniorenbeirat brennen für ihre Themen – etwa für eine zweite Mitarbeiterin für den Pflegestützpunkt Stormarn, damit auch im Südkreis Beratungen angeboten werden können. „Da haben wir auch schon etwas erreicht“, sagt Petra Palfi. „Es sieht so aus, als ob der Kreistag jetzt zumindest einer halben Stelle zustimmt.“ Ein weiterer Erfolg war die Sprunginsel, die vor dem Seniorenheim auf der Möllner Landstraße geplant ist. „Wir organisieren keine Ausflüge, wir engagieren uns für politische Themen“, stellt Palfi klar.

Doch um Themen wie diese zugunsten der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen durchzusetzen und auch neue Projekte für die etwa 6000 Glinder Senioren anzuschieben, brauchen sie jetzt aktive Mitbewerber für den Seniorenbeirat. Denn die Amtszeit des Gremiums läuft jetzt aus, sieben Mitglieder wollen aus familiären oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr weitermachen oder weil sie politisch durchstarten wollen. „Wir suchen jetzt mindestens neun Bewerber, die demnächst in Ruhestand gehen und noch eine sinnvolle Beschäftigung suchen“, erläutert Petra Palfi. Viel Zeit bräuchten sie nicht, weil die Aufgaben auf viele Schultern verteilt würden.

Wie berichtet, gab es in der ersten Runde zu wenig Bewerber. Daher hat die Stadt die Bewerbungsfrist jetzt bis zum 26. April verlängert. Die Wahl ist für den 19. Juli angesetzt. Einzige Voraussetzungen für eine Kandidatur sind ein Alter ab 58 Jahren und der Hauptwohnsitz in Glinde seit mindestens sechs Monaten. Dann brauchen sich potenzielle Kandidaten nur noch einen Bewerbungsbogen an der Information des Rathauses, Markt 1, abzuholen und auszufüllen – dann steht der Wahl eines neuen Beirats nichts mehr im Wege.

Bis dahin müssen die Sitzungen und die Sprechstunden des Seniorenbeirats bis auf Weiteres ausfallen, weil Petra Palfi und Rainer Pfarr zu zweit nicht mehr alles wuppen können. „Wir versuchen aber, das Frühstück am Mittwoch aufrechtzuerhalten“, sagt Petra Palfi. „Das ausfallen zu lassen, wäre gemein für die Leute.“