Oststeinbek.

Das „grüne Blatt“ bleibt erhalten

Bürgersaal  Politik beschreibt Nutzung

Oststeinbek.  Die Oststeinbeker können aufatmen: Das „grüne Blatt“, das Mitteilungsblatt der Gemeinde, soll es nach dem Willen des Hauptausschusses auch weiterhin geben. Zudem beschlossen die Gemeindevertreter die Modalitäten für die Benutzung des Bürgersaals im Kratzmannschen Hof.

Das „grüne Blatt“ war zum einen mit jährlichen Kosten von gut 24 000 Euro innerhalb der Haushaltskonsolidierung in den Fokus der Politik geraten. Außerdem hatte es immer wieder Streit um Formulierungen in den Beiträgen gegeben. Zurzeit dürfen dort neben der Gemeinde auch die Ortsvereine der Parteien, die VHS, die Jugendberatung und -pflege, die Bücherei, der Seniorenbeirat, die Bürgerstiftung, die Kirchen, die Feuerwehren sowie alle im Ort ansässigen Vereine und Verbände von der Awo bis zum Tennisverein ihre Termine, Berichte und Ankündigungen veröffentlichen.

Hans-Joachim Vorbeck (CDU) berichtete, dass er auf das Blatt angesprochen worden sei. „In einem Mehrfamilienhaus lägen viele Hefte ungelesen herum. Und der Bürger hat betont, dass es ihn nicht interessiere, was die Afghanistan-Schulen vorhätten oder die Kita auf ihrem Ausflug erlebt habe“, so Vorbeck. „Er versteht den Aufwand nicht, den wir betreiben. Aber das ist wohl eine Einzelmeinung.“

Die Verwaltung hat nun vorgeschlagen, alle Text-Beiträge auf eine halbe statt eine Din-A4-Seite zu begrenzen. „Das würde vielleicht eine Einsparung von 2000 bis 3000 Euro pro Jahr bedeuten, aber immerhin“, sagte Bürgermeister Jürgen Hettwer. Den Gedanken, das Info-Blatt extern erarbeiten und über Anzeigen finanzieren zu lassen, wie es Günter Nörenberg (OWG) vorschlug, hielt Hettwer für nicht realisierbar. „Annoncen gehen nicht mit dem grünen Papier zusammen. Dann sind wir bei Hochglanzpapier und in einer ganz anderen Liga.“

Auch der Vorschlag von Sabine Huss-Reichelt (SPD), das Blatt zweimonatlich zu veröffentlichen, fand keine Anhänger. So wurde beschlossen, nur die Länge der Beiträge auf eine halbe Seite zu reduzieren. Diffamierungen sind unzulässig.

Für den Kratzmannschen Hof wird es eine neue Benutzungs- und Gebührensatzung geben. Nutzen dürfen den Bürgersaal lediglich ortsansässige Bürger, kulturelle Veranstalter, Vereine, Verbände, Organisationen und Firmen. Die Gebühren, die zur Deckung der Reinigungs- und Personalkosten dienen, liegen zwischen 100 und 320 Euro für Vereine und Bürger sowie 610 Euro für Unternehmensfeiern.