Arbeitsteilung

Kulturring: Neuer Vorsitzender dringend gesucht

Foto: Annett Habermann / Habermann

Oststeinbek. Der langjährige Vorsitzende des Kulturrings Oststeinbek, Manfred Kuchta, wird im April kommenden Jahres nicht erneut für den Vorsitz kandidieren. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht. Nun will der Verein Arbeitskreise gründen, um die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen.

Die Wege hinter Theater- und Konzertbühnen kennt Manfred Kuchta genau. Die meisten Künstler, die er in den vergangenen Jahren im Namen des Kulturrings nach Oststeinbek geholt hat, sprach er nach ihrem Auftritt einfach an. Die Schauspieler Uwe Steimle und Heinz Rennhack oder die Sängerin Gilla Cremer hat er auf diese Weise in den Bürgersaal eingeladen.

Künstler nach Oststeinbek holen, das will Kuchta auch in Zukunft. Aber was der Vorsitzende des Kulturrings sonst noch alleine managt, sollen sich die Mitglieder des Kulturrings künftig teilen: Terminvereinbarungen, Werbung, Pflege der Homepage, Vertragsabschlüsse bis zum Schneiden der Eintrittskarten. Kuchta, seit 19 Jahren Vereinsvorsitzender, will im April 2013 nicht mehr für den Vorsitz kandidieren (wir berichteten). Bisher hat sich jedoch niemand für das Amt bereit erklärt. „Das ist unser größtes Problem.“ Damit Kulturbegeisterte weiter ins Theater gehen können, will der Verein Arbeitskreise gründen, „um die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen“.

Kuchta hat Verständnis dafür, dass niemand allein die Verantwortung tragen will. Dem Ruheständler, der keine Kinder hat, machte das nichts aus. „Die Zeiten haben sich geändert. Man ist mehr in den Beruf eingebunden, muss zum Teil bis spät abends erreichbar sein.“ Andererseits findet der 66-Jährige: „Wer viel fordert, muss der Allgemeinheit auch mal etwas wiedergeben und sich im Verein engagieren.“

Seinem Nachfolger verspricht er: „Ich bin nicht aus der Welt, stehe für Fragen bereit und bleibe Mitglied im Kulturring.“ Der Neue kann sich in Ruhe einarbeiten, denn bis Mai 2013 steht bereits das Programm fest. „Und es gibt noch viele Künstler, die ich nach Oststeinbek holen will.“