Suchaktion

Blutlache, Gebiss und Brille auf Friedhofsparkplatz

Oststeinbek. Eine vermeintliche Blutlache auf dem Friedhofsparkplatz an der Möllner Landstraße hat in der Nacht eine große Suchaktion ausgelöst. Neben dem möglichen Blutfleck wurden eine Brille und eine Unterkieferprothese gefunden.

Am Mittwochabend um 20.19 Uhr hat ein Spaziergänger die Polizei informiert, weil er eine etwa 50 mal 50 Zentimeter große, rote Lache, eine silberfarbene Brille und eine Unterkieferprothese auf dem Parkplatz an der Möllner Landstraße entdeckt hatte.

Die Einsatzleitung entschloss sich daraufhin zu einer großangelegten Absuche des Parkplatzumfelds und Friedhofsgeländes im umkreis von zwei Kilometern. Insgesamt wurden fünf Rettungshundestaffeln der Hilfsorganisationen ASB Mölln, DRK Schwarzenbek, DRK Büchen, DLRG Stormarn und Johanniter Bad Oldesloe mir 25 Helfern nach Oststeinbek beordert.

Die Freiwillige Feuerwehr leuchtete mit ihrem Multistar die Feldmark aus, zehn Rettungshunde durchsuchten das Gebiet rund um den Parkplatz, um nach einem möglichen Verletzten zu suchen – ohne Erfolg.

Zwei Personensuchhunde, die den Geruch der Brille und der Prothese aufnahmen, zogen auf den Friedhof, drehten Kreise um ein Gräberfeld und verfolgten die Geruchsspur dann zurück zum Parkplatz. „Welches Grab die unbekannte Person besucht hat, ließ sich am Verhalten der Hunde jedoch nicht ablesen“, sagt Knut Harder, Gesamteinsatzleiter der fünf Hundestaffeln. Da die Hunde die Geruchsspur entlang der Straße Richtung Glinde verfolgten, wird vermutet, dass die Person auf dem Parkplatz in ein Auto gestiegen und dann losgefahren ist.

Um 23:30 Uhr hat die Einsatzleitung die Suchaktion ohne weitere Erkenntnisse abgebrochen. Da die rote Flüssigkeit der vermeintlichen Blutlache aber nicht geronnen ist, nahm die Kriminalpolizei Proben. Nun soll im Labor untersucht werden, ob es sich bei der etwa 50 mal 50 Zentimeter großen Lache tatsächlich um menschliches Blut handelt.