Geesthacht

Unbekannte beschmieren Hauswände und beschädigen Autos

Die Kriminalpolizei in Geesthacht sucht Zeugen: In der vergangenen Woche sind mehrere Hauswände im Apfelweg (Foto), Rosenweg, Veilchenweg und Birnenweg beschmiert worden.

Die Kriminalpolizei in Geesthacht sucht Zeugen: In der vergangenen Woche sind mehrere Hauswände im Apfelweg (Foto), Rosenweg, Veilchenweg und Birnenweg beschmiert worden.

Foto: Dirk Schulz

Am Sonnabend sind mehrere Autos in Geesthacht beschädigt worden. Wenige Tage zuvor wurden Hauswände mit dem „Kiffer-Code“ beschmiert.

Geesthacht. In Geesthacht haben vergangene Woche Sprayer, die vermutlich auch Cannabis-Liebhaber sind, ihr Unwesen getrieben: Im gesamten Stadtgebiet wurden Garagentore und Hauswände sowie elf Fahrzeuge mit dem sogenannten „Kiffer-Code“ besprüht. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.

Laut der Polizeidirektion Ratzeburg ereigneten sich die Vorfälle bereits vergangenen Mittwoch und Donnerstag, 9. und 10. September, doch erst jetzt wird öffentlich nach Zeugen gesucht. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen waren die Täter besonders in den Straßen Veilchenweg, Rosenweg, Birnenweg und Apfelweg aktiv. Sie verwendeten Sprühfarbe in rot, silber und gelb. Die Sprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg, Sandra Kilian, sagte dazu: „Bei den Graffitis ist überwiegend ein bestimmter Schriftzug verwendet worden.“

„Graffi-Sprayer“ treiben in Geesthacht ihr Unwesen

Besonders häufig tauchte der Hashtag #THC420 auf. 420 ist ein Code aus der Cannabis-Gemeinde, er wird weltweit in der Kiffer-Szene gebraucht. Mit der Zahl 420 wird so gut wie alles gefeiert und zelebriert, was mit Cannabis und dem Konsum der Droge in Zusammenhang steht. Außerdem wurde der Code auch auf ein bestimmtes Datum, den 20. April, übertragen: Dieser Tag gilt, natürlich inoffiziell, als internationaler Kiffer-Tag.

Falls die Täter gefasst werden, müssen sie mit rechtlichen und finanziellen Konsequenzen rechnen. Das heißt: Illegale Graffiti sind Sachbeschädigungen. Die Verursacher machen sich schadenersatzpflichtig und werden strafrechtlich verfolgt. „Es droht zwar kein Gefängnis, aber es kann eine hohe Summe an Schadenersatzforderungen entstehen“, so die Sprecherin der Polizeidirektion Ratzeburg.

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Die Kriminalpolizei in Geesthacht geht aktuell davon aus, dass es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt. Nun sucht sie neben den Tatverdächtigen nach Zeugen. Hinweise bitte an die Kripo unter 04152/80030.

Weitere Sachbeschädigungen am Sonnabend

Doch damit nicht genug: Am vergangenen Sonnabend, 12. September, kam es erneut zu Sachbeschädigungen im Geesthachter Stadtgebiet. Es wurden mehrere Fahrzeuge im Tulpen-, Aprikosen- und Apfelweg beschädigt. Dieses Mal fanden die Anwohner keine Beschmierungen an Hauswänden und Garagentoren vor, sondern beschädigte Außenspiegel und Kennzeichenhalterungen an ihren Autos. Zum Teil wurden die Fahrzeuge auch zerkratzt. Laut Polizei dürfte der entstandene Sachschaden erheblich sein, da bei der Kriminalpolizei Geesthacht bereits zwölf Anzeigen erstattet wurden.

Auch hier sucht die Polizei nach Zeugen: Gegen 23.30 Uhr wurde in unmittelbarer Nähe ein etwa 1,90 Meter großer, kräftiger Mann beobachtet. Dieser war mit einer blauen Hose (vermutlich Jeans) und einem grau-weißem Oberteil bekleidet. Wer Hinweise geben kann, meldet sich ebenfalls bei der Kripo Geesthacht (siehe oben). Ob es einen Zusammenhang zwischen den Graffiti-Vorfällen und den zerkratzen Autos gibt, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. „Wir schließen es nicht aus“, heißt es seitens der Pressestelle der Polizei.