Neubaugebiet

Baubeginn Westhafen III in Geesthacht in diesem Winter

Der alte Bauhof am Westhafen in Geesthacht wurde bereits abgerissen.

Der alte Bauhof am Westhafen in Geesthacht wurde bereits abgerissen.

Foto: Dirk Palapies

Ausschuss für Stadt- und Verkehrsplanung beendet Verfahren. Im Geesthachter Neubaugebiet Westhafen III entstehen 140 Wohnungen.

Geesthacht. Das Neubaugebiet Westhafen III an der Steinstraße nimmt allmählich Fahrt auf. Im Ausschuss für Stadt- und Verkehrsplanung wurde jetzt der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan gefällt. Jetzt muss noch die Ratsversammlung am Freitag zustimmen, dann werden die Unterlagen dem Land Schleswig-Holstein zur Genehmigung vorgelegt, bevor der B-Plan veröffentlicht und die Baugenehmigungen erteilt werden können. Insofern ist ein Ende der Planungen abzusehen, die bereits 2015 begonnen haben.

Das Unternehmen Züblin könnte dann auf dem westlichen Teil des Grundstücks mit dem Bau beginnen. Geplant sind 53 Eigentumswohnungen, 52 frei finanzierte Mietwohnungen sowie 35 geförderte Mietwohnungen. Baubeginn soll laut einer Unternehmens-Sprecherin Ende 2020/Anfang 2021 sein. Die insgesamt 140 Wohneinheiten ergänzen die 244 Wohnungen im Gebiet Elbterrassen II, die bereits im Bau sind und 2021 fertig gestellt werden sollen. Davon sind 67 Eigentumswohnungen, 116 frei finanzierte Mietwohnungen sowie 61 geförderte Wohnungen.

Ökologischer Ausgleich für den Finkenweg auch im Stadtgebiet

Auch im Finkenweg Nord, wo 275 Wohneinheiten geplant sind, geht es voran. Beschlossen wurde der Städtebauliche Vertrag über Ausgleichsmaßnahmen und Sozialen Wohnungsbau mit dem Immobilienunternehmen Gerner als Investor. Danach soll der ökologische Ausgleich für die Grundstücke nicht nur im Plangebiet, sondern auch an anderer Stelle im Stadtgebiet und durch Maßnahmen im Ökokonto der Stadt ausgeglichen werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf gut 58.000 Euro.

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Mehr Wohnungen an der Geesthachter Straße

Darüber hinaus gibt es eine Einigung über den sozialen Wohnungsbau. Laut Vertragsergänzung ist das Unternehmen verpflichtet, 25 Sozialwohnungen zu errichten. Sollte der Investor weniger bauen, und das ist nur ein rein theoretischer Gedanke, wie Ausschussvorsitzender Gerhard Boll (Grüne) betont, gebe es zwischen Stadt und Investor ein Einvernehmen darüber, dass die Differenz zwischen der vom Vermieter erhobenen Miete und der Bewilligungsmiete an die Stadt gezahlt werden muss.

Weitere Themen der Ausschusssitzung waren:

Neubau Rewe an der Hansastraße In den B-Plan aufgenommen wurde, die Bäume am Worther Weg zu erhalten sowie die Verpflichtung zur Pflanzung von sechs neuen Bäumen und zur Errichtung einer Fotovoltaik-Anlage.

Tempo 30 innerorts auf Bundes- und Landesstraßen Es wurde beschlossen, den Landesbetrieb Verkehr mit der Erstellung eines Lärmgutachtens für einige Straßen in Geesthacht zu beauftragen. Betroffen sind folgende Abschnitte: Geesthachter Straße (Bahnstraße bis Düneberger Straße), Berliner Straße (Einmündung Bahnstraße bis Trift), Hansastraße (Kreuzung Berliner Straße bis Einmündung Barmbeker Ring 1) und Richtweg (Kreuzung Berliner Straße bis Dösselbuschberg).


Peter Junge, Fachbereichsleiter Umwelt und Bauen, teilte mit, dass er bei einer Analysewerkstatt im GITZ zu weiteren Gewerbestandorten im Kreis Herzogtum Lauenburg bis 2035 als möglichen Standort für ein neues Gebiet das Areal rund um die Max-Planck-Straße angegeben hat, die auch als Erschließungsstraße genutzt werden könnte.


Die Stadt Geesthacht möchte eine Satzung zur Regelung der zu errichtenden Stellplätze bei Bauvorhaben erstellen. Bislang müssten laut aktueller B-Plan-Festsetzungen für Ein- und Zweifamilienhäuser zwei Stellplätze, für ein Mehrfamilienhaus ein Stellplatz pro Wohnung und für Wohnhäuser mit Sozialwohnungen ein Stellplatz pro Wohneinheit plus einen halben je Sozialwohnung nachgewiesen werden. Angedacht ist, das zu verringern, um die Radnutzung zu fördern. Das Thema wird nun in den Fraktionen diskutiert.